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Eishockey: Der Fuchs überrascht

VON HERMANN KEWITZ - zuletzt aktualisiert: 23.02.2007 - 23:30

Der EVD hat das letzte Saisonziel erreicht. Durch den 5:4-Sieg n. V. über Spitzenreiter Adler Mannheim

hat das Duisburger Eishockey-Team 35 Punkte. Den ewigen Minusrekord in der DEL konnte man so vermeiden.

Didi Hegens Team perfektionierte gestern Abend seine „Tölpel“-Taktik. Gegen den Tabellenführer aus Mannheim spielte der Tabellenletzte in der DEL vor 2450 Zuschauern im ersten Drittel, als habe man sich gerade einiges über Eishockey in einem Sportlexikons angeeignet. Der Gast führte den Fuchs im ersten Drittel vor und schoss bereits nach 51 Sekunden in Überzahl durch Method das 1:0. Mit dem 0:2 aus Sicht der Hausherren ebenfalls durch Method (13./5:4) war der EVD noch bestens bedient. Die Gastgeber durften zeitweise nur zuschauen, wie die Adler kombinierten. Einzig Torhüter Rohde hielt den Fuchs im Spiel. Ganz kunstvoll hatte der Außenseiter so den turmhohen Favoriten eingeschläfert.

Im Mitteldrittel nutzte man dieses Moment und überraschte die Mannheimer böse. Markus Schmidt (28.) und Matt Dzieduszycki (31.) besorgen den Ausgleich. Der EVD spielte groß auf und sammelte zahlreiche Möglichkeiten. Plötzlich war der Gast in der Zuschauerrolle. Im Schlussdrittel erzielte Calle Bergström (45.) von der Blauen Linie die 3:2-Führung. Da war richtig Stimmung unter dem Dach. Fast zwei Minuten hatte der EVD bei Vier gegen Drei die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Matt Dzieduszycki verfehlte aber das leere Tor. Dann gab es bange Minuten für die Freunde des Duisburger Eishockey-Teams. 90 Sekunden mit zwei Mann weniger auf dem Eis überstand Hegens Team noch unbeschadet. Plötzlich wollte der EVD zu viel und ließ sich auf eigenem Eis gegen den Spitzenreiter auskontern. Mannheim drehte durch Forbes (53.) und Trepanier (55.) die Partie um. Noch einmal gelang es, die Adler in trügerischer Sicherheit ob eines vermeintlichen leichten Sieges zu wähnen. Calle Bergström traf einmal mehr überraschend (58.) zum 4:4-Ausgleich. Schiedsrichter Dahle brauchte da den Videobeweis.

Beim 5:4 durch Matt Dzieduszycki (61.) in der ersten Minute der Verlängerung gab es dann keine Zweifel mehr an einem sehr verdienten Sieg.

Quelle: RP

 
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