Eishockey: Der Fuchs will keine Präsente verteilen
VON HERMANN KEWITZ - zuletzt aktualisiert: 23.12.2006Nach dem schönen 4:3-Erfolg nach Penaltys in Krefeld können sich Duisburgs Eishockey-Füchse in der DEL nicht allzu lange auf dem frischen Lorbeer ausruhen.
Bereits heute um 19.30 Uhr geht es weiter: Der ERC Ingolstadt ist Gast in der Scania-Arena. Und allzu viel Zeit bleibt den Cracks auch nicht, unterm frischen Tannengrün die Festtage zu genießen. Bereits am 2. Feiertag um 18.30 Uhr fliegt der Puck schon wieder aufs Duisburger Eis. Dann sind die Iserlohn Roosters der Weihnachtsgast.
Keine Geschenke
Geschenke wird es übrigens nicht geben. Jedenfalls nicht von den Gästen. Was den Fuchs angeht, so ist das Team gern zu guten Gaben bereit. In Krefeld hätte es auch ein voller Dreier sein können, wenn nicht Christian Hommel und Calle Bergström vor den Toren zum 2:3 und 3:3 so großzügig gewesen wären, die Scheibe fröhlich herzuschenken. Darüber zu klagen hilft wenig, denn genau da liegt der Fuchs ja im Gewürz: Die individuellen Fehler verstellen die Aussicht auf höhere Ziel. Das geht die ganze Saison schon so. Die Namen wechseln, die Missgeschicke nicht.
Taktisch war der Auftritt bei den Pinguinen ganz fein vorgetragen. Sehr defensiv agierte Hegens Mannschaft und spielte nur die Angriffe zu Ende, die auch Aussicht auf Erfolg versprachen. So wehrt sich ein Underdog. Ganz wichtig auch: Torhüter Christian Rohde war glänzend aufgelegt, was sich nicht zuletzt beim Penaltyschießen bewies. Der Bazi hielt sechs von sieben Entscheidungsschüssen. Klasse Quote. Die schönste Geschichte aber konnte der Goalie nicht wahr werden lassen, weil er sich einmal Herberts Vasiljevs geschlagen geben musste. Franz Fritzmeier hatte den EVD zuvor in Führung gebracht. Ausgerechnet der Neuzugang aus Krefeld, denn die Pinguin-Fans mit wenig netten Worten bedacht hatten. Ihn als Matchwinner feiern zu können, hätte zusätzlich gut getan. So machte Daniel Del Monte den entscheidenden Stich, der den ersten Sieg der Füchse in der Nachspielzeit bedeutete.
Der EVD stellte durchaus die bessere Mannschaft und besaß Chancen genug, dass auch auf der Anzeigentafel deutlich werden zu lassen. Dass es dann doch zum Zwei-Punkte-Sieg reichte, bringt Hegen seiner Sollstellung näher. Chef Ralf Pape hatte vor dem Düsseldorf-Spiel die Marschroute ausgegeben: Zehn Siege würde gern bis zum Saisonende noch sehen. Drei sind inzwischen unter Dach und Fach. Spielt der EVD auch über Weihnachten so wie in Krefeld, kann man der Erfolgsquote ein Stück näher kommen. Und das auch ohne Martin Bartek, der mit einer Schulterverletzung pausieren muss. Im Tor bleibt Rohde die Nummer eins.
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