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Handball: Der Grund, warum man Handball spielt

zuletzt aktualisiert: 06.08.2009

Lange suchten die Macher bei den Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade nach einem Nachfolger für Trainer Karl-Rudolf Becker, ehe sie bei Dieter Schölwer fündig wurden. Damit das "Beschnuppern" zwischen Übungsleiter und Mannschaft nicht in die Vorbereitungsphase auf die kommende Saison fällt, hing Schölwer eine "Kennenlernphase" an die abgelaufene Spielzeit an. RP-Mitarbeiter Sebastian Mühleis sprach mit Schölwer über seine ersten Eindrücke, Erwartungen und das harte Los in der ersten DHB-Pokalrunde.

Herr Schölwer, Sie reisen mit Ihrem TVA am 6. September zum SFN Vechta. Sind Sie zufrieden mit diesem Los?

Schölwer Das ist eine absolute Herausforderung, zumal wir in Vechta spielen. Da erwartet uns ein Hexenkessel, die Zuschauer stehen praktisch direkt am Spielfeldrand. Und die Oberliga Nordsee ist mit der Oberliga Niederrhein nicht zu vergleichen, ist deutlich stärker. Vechta ist dort Zweiter geworden. Also ein echter Prüfstein. Nach diesem Spiel wissen wir direkt, wo wir stehen. Aber ich freue mich auch darauf, denn Spiele vor so einer Kulisse sind ja auch der Grund, warum man Handball spielt.

Haben Sie schon Informationen über den Gegner?

Schölwer Ich bin gerade dabei, Material zu sichten, ich habe privat gute Kontakte in die Region. Generell wissen wir, dass sie eine sehr gute Torhüterin und eine Rückraumspielerin verloren haben, aber noch nicht, wie sie sie ersetzt haben. In der kommenden Saison scheint die Mannschaft nicht abgeneigt zu sein, den Aufstieg in die Regionalliga anzugehen. Aber egal, wie sich der Gegner präsentiert – wir wollen versuchen, uns durchzusetzen.

Wie verlief die "Kennenlernphase", also die ersten Trainingseinheiten der Mannschaft mit Ihnen?

Schölwer Sehr gut. Man hat zwar gemerkt, dass die Mannschaft nach der langen Saison etwas "platt" war, aber es ging ja auch nur darum, dass wir uns aneinander gewöhnen. Ein toller Fang ist uns mit Christin Opladen gelungen, mit ihr haben wir uns super verstärkt – nicht nur sportlich, sondern auch ihre Einstellung gefällt mir sehr gut. Allerdings ist unsere Spielerdecke etwas zu dünn, da herrscht noch eine gewisse Vakanz. Eine weitere Linkshänderin würde uns gut zu Gesicht stehen.

Wie bewerten Sie nach den ersten Eindrücken die Liga insgesamt?

Schölwer Ich denke, dass die Truppe stark genug ist, um mitzuhalten. Sicher wird es wieder zwei bis drei absolute Spitzenteams geben, etwa Lintfort und Halle, aber dahinter wollen wir uns gerne eingliedern, wenn wir es schaffen, auswärts konstanter aufzutreten.

Quelle: RP

 
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