Eishockey: Die üblichen dollen fünf Minuten
zuletzt aktualisiert: 22.01.2007Gut gemeint ist keineswegs gut genug. Auch beim Tabellenzweiten ERC Ingolstadt kassierte der Duisburger Eishockey-Fuchs gestern eine Niederlage. Es ist schon die sechste im siebten Spiel des neuen Jahres. 1:3 (1:0, 0:3, 0:0) verlor das Team von Trainer die Didi Hegen vor 3418 Zuschauern beim Tabellenzweiten. Chef Ralf Pape meinte unerfreut: „Wir haben hier die Punkte verschenkt.“ Lange hatte man gut mitgespielt.
Lange sah es nach einer kleinen Überraschung aus. Dann gönnte sich das Schlusslicht seine üblichen „dollen fünf Minuten“. Die Hausherren schossen mal eben schnell drei Tore und sackmten durch Terminarbeit zwischen der 32. und 35. Minute drei Zähler ein. Rob Valicevic; Brad Tutschek Daniel Tkaczuk schoben den EVD vor den Prellbock. 167 Sekunden benötigten sie dafür, das 1:0 der Gäste durch den Neuzugang Sergey Zavodovskiy aus der vierten Minute vergessen zu machen. Im Nachschuss nach einer Chance von Matt Dzieduszycki hatte der neue Verteidiger getroffen. Beim ersten Auftritt in Straubing hatte der 23-jährige „Zorro“ am Freitag ordentlich gespielt, auch wenn er sich die Strafe einhandelte, die dem Neuling am Freitag das Siegtor in der Verlängerung erlaubte. Gestern sorgte er mit seinem Treffer für Aufsehen und war nach Einschätzung Papes der beste Duisburger Abwehrspieler auf dem Eis.
Vertragsverlängerungen
Was die Vertragsverlängerung für die kommende Saison angeht, sind das nicht die schlechtesten ersten Eindrücke. Hegen hatte auf die Niederlage in Straubing reagiert und seinen Verteidiger Chris Hajt zunächst auf die Bank gesetzt. Der Kanadier hatte am Freitag zu eifrig Gastgeschenke verteilt. Erst als Jean-Francois Fortin mit einer Leistenverletzung nach dem ersten Drittel ausfiel, durfte Hajt wieder ran. Und noch eine Personalie fiel auf: Henrik Hölscher, der Kapitän, musste als überzähliger Stürmer bis zur Augenverletzung von Rudolf Huna (32.) sitzen.
Fest steht: Der Angriff des EVD lahmt ganz schrecklich. Die erste Reihe, die gegen Straubing verlässlich getroffen hatte, nutzte gestern ihre Möglichkeiten weniger effizient. Nachlässig auch Martin Bartek, der nach dem 1:1 einen Alleingang versiebte. Fast im Gegenzug trafen dann die Hausherren. Wie immer: Das Überzahlspiel ließ Wünsche offen. Ebenfalls überraschungsfrei: Verteidiger Calle Bergström kassierte nach einem Check gegen die Bande eine Zehn-Minuten-Strafe und fällt am Freitag gegen Frankfurt aus.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum