Kanu-Sport: Die Zukunft des Weltcups geplant
zuletzt aktualisiert: 21.11.2009Otto Schulte, Präsident des Kanu-Regattavereins Duisburg, scherzt: "Ich war im Allerheiligsten der Olympischen Bewegung." Ernsthaft: Der Organisationsleiter des Kanu-Weltcups vom 4. bis 6. Juni 2010 in Duisburg nahm an einer Strategietagung der ICF in Lausanne teil.
Der Kanu-Weltverband hatte die wichtigsten Ausrichter von internationalen Regatten zu einem gemeinsamen Treffen im Coubertin-Saal des IOC eingeladen. Schulte: "Die ICF will ihre großen Veranstaltungen auf einen neuen Standard haben und besser vermarkten. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung." An dem Treffen in der Schweiz nahmen auch der ICF-Präsident José Perurena, sein Vize Istvan Vascuti und der Generalsekretär Simon Toulson teil. Zu Gast in der Schweiz waren unter anderem die Organisatoren aus Szeged in Ungarn, Posen in Polen und dem Austragungsort der WM 2011 Vichy in Frankreich, ebenfalls Ausrichter einer Weltcup-Regatta im kommenden Jahr.
Otto Schulte will nach dem zweitägigen Treffen zunächst abwägen, welche Ideen sich schnell umsetzen lassen. "Wir in Duisburg sind da im Vorteil, weil wir bereits 90 Prozent der Vorgaben erfüllen", so Schulte. Stolz war der Präsident des Kanu-Regattavereins darauf, "dass wir als einziger der großen Regattaausrichter rein ehrenamtlich arbeiten und dabei bereits Vorbild für viele andere Standorte sind." Der Kanu-Regattaverein richtet den Weltcup der Kanuten im Auftrag des Deutschen Kanu-Verbandes und für die Stadt Duisburg aus.
Zu den Plänen der ICF gehört es, den Weltcup mit einem einheitlichen Erscheinungsbild zu versehen. Von jeder Regatta sollen zudem Fernsehbilder produziert werden, um die Chance einer Ausstrahlung in den Medien zu erhöhen. Einheitliche Standards will man auch für den Ergebnisdienst herstellen. "Insgesamt sollen sich die Weltcups professioneller präsentieren und damit in der Öffentlichkeit interessanter gemacht werden", sagt Schulte.
Die ICF wolle sich mehr einbringen, um die einzelnen Standorte zu unterstützen. Schulte: "Für uns ist wichtig zu sehen, was wir uns leisten können, denn die finanziellen Ressourcen in Duisburg sind knapp." Dafür ist man reich an Erfahrung. "Der Vertreter des WM-Ausrichters Vichy kam auf mich zu, und ich habe hat mit ihm vereinbart, dass wir mit unserem Know-how weiterhelfen", so Schulte. RP
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