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Fußball: Duisburgs „Musketiere“ und der Einzug ins WM-Finale

VON MARTIN CORDES - zuletzt aktualisiert: 27.09.2007

Wie einst die drei Musketiere sorgt das Trio Annike Krahn, Simone Laudehr und Fatmire Bajramaj vom Bundesligisten FCR 2001 Duisburg bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in China für Furore.

Waren in den bisherigen Spielen Krahn und Laudehr diejenigen, die sich als unverzichtbare Stützen des deutschen Spiels etablierten, zog gestern im Halbfinalspiel gegen Norwegen Fatmire Bajramaj, die nur Lira gerufen wird, in beeindruckender Weise nach. Gerade mal elf Sekunden war die 19-jährige Mittelfeldspielerin in ihrem elften A-Länderspiel auf dem Platz, als sie vorentscheidend für den Einzug des deutschen Teams ins sonntägliche Finale Birgit Prinz mit einem Traumpass auf die Reise schickte. Die Mannschaftsführerin vom 1. FFC Frankfurt hatte anschließend zwar ein wenig Glück, als ihr scharfer Schuss von einer Norwegerin ins eigene Tor geköpft wurde, aber die 1:0-Führung kurz vor der Halbzeitpause war der Grundstein zum deutlichen 3:0-Sieg und damit zum Finaleinzug.

„Lira“ sorgte für frischen Wind

Zweimal war Lira Bajramaj bisher für die permanent schwache Freiburgerin Melanie Behringer eingewechselt worden. Gestern benötigte Bundestrainerin Silvia Neid erneut 42 Minuten, um den längst fälligen Wechsel vorzunehmen. Und die gemeinsam mit Simone Laudehr in der Sportkompanie der Bundeswehr beschäftige Bajramaj erwies sich dieses Vertrauens in vollem Maße würdig. Mit ihr kam ein frischer Wind und erheblich mehr Druck in den deutschen Angriff. Schade, dass ihr fulminanter Schuss gegen Ende des Spiels nur an die Querlatte krachte, ein Treffer wäre der aktuellen U-19-Europameisterin zu gönnen gewesen.

Auch Annike Krahn, die die verletzt gewesene Sandra Minnert aus der Innenverteidigung verdrängt hatte, lieferte erneut eine souveräne Partie ab. Und auch Simone Laudehr sprühte vor Spielfreude. Wenn am Sonntag in Schanghai das Finale (gegen Brasilien oder die USA) angepfiffen wird, dürfte es wohl sicher sein, dass von Beginn an die drei Duisburgerinnen auf dem Rasen stehen.

Quelle: RP

 
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