Fußball: FCR 01: Eitel Freude und Sonnenschein
VON MARTIN CORDES - zuletzt aktualisiert: 15.05.2007Keineswegs als Unglücksdatum erwies sich der 13. Mai für den Frauen- und Mädchenfußball-Verein FCR 2001 Duisburg. Vielmehr herrschte eitel Freude und Sonnenschein.
Nicht nur die Bundesligamannschaft erhielt sich mit dem 4:2-Sieg im Ruhrgebietsderby bei der SG Essen-Schönebeck die kleine Chance auf den deutschen Meistertitel, wobei die Vizemeisterschaft bereits gesichert ist (wie berichtet). Vielmehr schaffte die Regionalligamannschaft mit dem 2:1-Sieg bei den Sportfreunden Siegen den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Da wollte das Landesligateam nicht zurückstehen und vollzog mit dem 6:1-Sieg gegen Adler Nierst den Aufstieg in die Verbandsliga. Abgerundet wurde das kollektive Erfolgserlebnis mit der Niederrheinmeisterschaft für die U-17-Mädchenmannschaft. Eine tolle Bilanz.
Im dritten Anlauf geschafft
Zweimal in den letzten beiden Jahren war das Regionalligateam von Trainer Jürgen Raab haarscharf am großen Ziel vorbeigeschrammt. Dieses Mal ließ das Raab-Team nichts anbrennen und machte jetzt den Aufstieg bereits drei Spieltage vor Saisonschluss fest. Schon in der Anfangsphase der Saison wurde die Tabellenführung übernommen und nicht mehr abgegeben. Die einzige Saisonniederlage datiert vom 24. September des letzten Jahres gegen die Zweitvertretung der SG Essen-Schönebeck. Und dass die Mannschaft in bisher 19 Spielen lediglich zwölf Gegentreffer kassierte, spricht für eine sichere Abwehr, bekanntlich eine wichtige Grundlage für den Erfolg im Fußball.
Zwei Ziele
Der 41-jährige bei den Duisburger Stadtwerken tätige Trainer Jürgen Raab, der das Team im vierten Jahr in Folge betreut, gibt für die kommende Zweitligasaison zwei Ziele aus: Den Klassenerhalt schaffen und seine Talente an die Bundesligamannschaft heranzuführen. Mit Marith Prießen verliert er bereits eine Leistungsträgerin an das Obliers-Team. „Aber das ist das Los einer zweiten Mannschaft“ – und Raab sieht dies durchaus als Teil seiner Aufgabe im FCR 2001. Sein Team soll aber adäquat verstärkt werden. Und auch nach „unten“, zur soeben in die Verbandsliga aufgestiegenen dritten Mannschaft, behält Raab engen Kontakt. „Spielerinnen, die nicht auf Anhieb einen Stammplatz im Zweitligateam finden, müssen nicht den Verein verlassen, sondern können sich spielerisch bei Kurt Hauer in seinem Verbandsligateam weiter entwickeln.“
Raab führt den großen Erfolg der FCR-Mannschaften auf eine intakte Zusammenarbeit aller Trainer zurück, was zu Beginn der Saison nicht immer so war. „Man darf „nach oben“ auch schon mal den Mund aufmachen und konträrer Meinung sein und nicht nur „ja und amen“ sagen, wie das schon mal der Fall war“, sieht Raab den Erfolg in der kollektiven Teamarbeit des Vereins.
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