Eishockey: Fuchs als Garant für Außergewöhnliches
zuletzt aktualisiert: 24.06.2009Die Füchse bleiben Garant für Außergewöhnliches. Duisburgs Eishockey-Team, das sich nach dem DEL-Absturz in der Regionalliga einsortieren muss, hat eine Anfrage aus der ersten niederländischen Liga vorliegen.
Ad van den Berg, Vorstandsmitglied des holländischen Meisters Den Haag, kann sich vorstellen, dass die Füchse parallel zu ihrem Ligageschäft auch im Nachbarland in der höchsten Klasse mitspielen. Ralf Pape, der Chef der Füchse, weiß von der Anfrage, findet sie interessant, will aber weiter die Pläne nicht kommentieren. Sein Hinweis: "Noch ist ja nichts spruchreif."
Zum Hintergrund. In der ersten niederländischen Liga spielen derzeit nur neun Mannschaften. Ad van den Berg: "Zwei Teams haben aus unterschiedlichen Gründen Probleme. Brechen sie weg, wird schwierig, eine lebensfähige Liga zu erhalten." Deshalb kann sich der Scout von HYS The Hague vorstellen, dass ein Klub aus dem Nachbarland Deutschland in der höchsten Liga für Masse und Klasse sorgen kann. Der Verein aus Den Haag hat in dieser Frage auch bereits mit dem niederländischen Verband gesprochen. Dort hat man zumindest nicht den Kopf geschüttelt. Julie Bruijn, Financial Managerin von HYS The Hague, sagte am Montag: "Bislang sind das alles Gedankenspiele und ich bin mir nicht sicher, dass wir eine Entscheidung noch für diese Saison herbeiführen können." Sie bestätigte auch, dass es einen Kontakt zwischen HYS The Hague und Ralf Pape gegeben habe.
Der vorsichtige Kontakt könnte der Beginn einer interessanten Freundschaft werden. Die Oberliga-Vereine aus dem deutschen Norden haben ab der übernächsten Saison keine Garantie auf Erhalt ihrer Drittklassigkeit. Der Süden will unter sich bleiben und nördlich der Mainlinie gibt es nicht genug Klubs. Eine Fusion mit der niederländischen Liga, deren Spielstärke vergleichbar mit der Zweiten Liga oder der Oberliga in Deutschland ist, könnte da einen Ausweg bieten. In Österreich gibt es ein solches Modell. Da spielen Slowenen und Ungarn im Verband mit.
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