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Eishockey: Fuchs auf verlorenem Posten

zuletzt aktualisiert: 02.01.2007 - 22:15

Für die guten Mannschaften in der DEL sind die Duisburger Eishockey-Cracks nur nette Spielkameraden. In Berlin beim Meister gab es gestern eine unspektakuläre 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)-Niederlage.

Die Füchse Duisburg erwägen einen Umzug ins Schwabenland.  Foto: RP, Probst
Die Füchse Duisburg erwägen einen Umzug ins Schwabenland. Foto: RP, Probst

Die Sache ist klar. Zwischen dem Fuchs und einem regelmäßigen Totalschaden steht allein Torhüter Christian Rohde. So war es beim 0:4 in Mannheim vor dem Jahreswechsel. So war es auch gestern beim Gastspiel im Berliner Wellblechpalast. Zwei Minuten, vielleicht ein paar Sekunden mehr, agierte das Team von Trainer Didi Hegen gestern vor 4500 Zuschauern auf Höhe des Geschehens.

Christian Hommel hatte sogar zwei Chancen. Dann ging Michael Hrstka auf die Strafbank und Jan Taube und Chris Hajt folgten in den nächsten Minuten. Prompt hatten die Eisbären ihr Wohnzimmer im Abwehrdrittel der Füchse eingerichtet.

Allein Christian Rohde im Tor verhinderte, dass dort die Party gleich richtig tobte. Doch was nützt der beste Solokünstler? Erst bekam der Goalie einen Puck vor die Maske und dann direkt über die Schulter ins Netz geklopft. 26 Sekunden vor dem Ende des Drittels. In Unterzahl. Gewiss, es war Pech, dass Fairchild so knapp vor der rettenden Pause erfolgreich war, aber die Führung war mehr als verdient.

Im zweiten Drittel entschloss sich das Schlusslicht auch mal ein bisschen mitzumischen. Jan Taube und Artjom Kostyrew hatten sogar Möglichkeiten, sorgten dafür, dass Berlins Goalie Daniar Dsgunussow nicht vor Langeweile gähnte. Die Tore schossen jedoch die anderen: Erst Patrick Jarret (27.), dann Denis Pederson (32./5:3) und André Rankel (41./5:4) machten für den Meister den Jahresauftakt zu einem schieren Vergnügen. Hegens Team war mit diesen drei Gegentreffern noch bestens bedient. Selbst Keeper Rohde verließ am Schluss in seiner Schießbude die Kraft.

Davor mangelte es am Personal. An Qualität sowieso. Verteidiger Jean-Francois Fortin fehlte beim Meister, weil er seine dritten Zehn-Minuten-Strafe absitzen musste. Calle Bergström pausierte, nach wie vor am Magen erkrankt. Im Spiel bekam dann auch noch Alexander Engel einen abgefälschten Puck ins Gesicht. Der Verteidiger büßte zwei Zähne ein und musste mit vier Stichen genäht werden. Richard Seeley kassierte in der 52. Minute fünf Minuten plus Spieldauer wegen hohen Stocks und fehlt damit am Freitag gegen Nürnberg.

Und die Stürmer? Die Abteilung „Selbst mal was wagen“ kam kaum zum Zug. Was die Angelegenheit besonders unerfreulich macht. Rechnet man die 60 Minuten aus Mannheim hinzu, dann sammelte der EVD 120 Spielminuten ohne eigenen Treffer. So kann man keine Eisbären erschrecken, selbst wenn die drei Niederlagen beim Spengler-Cup im Fell haben.

Quelle: RP

 
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