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Eishockey: Fuchs verpasst Überraschung

VON HERMANN KEWITZ - zuletzt aktualisiert: 14.11.2006 - 23:45

Gut gespielt, nichts gewonnen: Der EV Duisburg verlor gestern sein Heimspiel gegen

den Tabellenführer in der DEL, Adler Mannheim, mit 3:5 (2:1, 1:2, 0:2) und bleibt das Schlusslicht der Liga.

Am Ende richtete sich der Zorn der inzwischen nur noch 1500 Zuschauer beim Heimspiel der Füchse gegen den Tabellenführer in Richtung Schiedsrichter Richard Schütz. Der Unparteiische hatte knapp fünf Minuten vor Schluss Duisburgs Calle Bergström wegen eines Stockfouls zu Fünf plus Spieldauer aus dem Match genommen. Schütz hatte freilich die Aktion gar nicht gesehen und zunächst das Foul auch nicht angezeigt. Erst später entschloss er sich zu der drastischen Strafmaßnahme, die den EVD im Schlussspurt alle Chancen, vielleicht doch noch einen Punkt zu holen, nahm. Der Favoritnahm so nach einer routinierten, aber keineswegs überragenden Vorstellung drei Zähler aus der Scania-Arena mit. Francois Methot schloss mit dem 5:3 aus Sicht der Gäste in der 57. Minute den Torreigen ab.

Die Fans gingen gleichwohl nicht übellaunig angesichts der Vorstellung ihrer Mannschaft nach Hause. Der EVD hatte mehr als ordentlich gespielt, sogar zwei Mal geführt, konnte aber nicht das Können aufbringen, ein Spitzenteam wirklich aus der Bahn zu kegeln. Die angekündigten Überraschungen bei der Aufstellung der Mannschaft blieben freilich aus. Trainer Didi Hegen würfelte einmal mehr seine Blöcke durcheinander, gab aber allen Spielern eine Einsatz- und Bewährungschance. Lediglich Artjom Kostyrev musste als 13. Stürmer unglücklich auf der Ersatzbank sitzen. Das Team nutzte die Gelegenheit sich zu zeigen durchaus.

Zum Gang der Dinge: Der EVD ging überraschend mit 2:0 in Führung. Dzieduszycki (9.) und Seeley (11.) schossen in Überzahl die Treffer für die Hausherren. Dass Hegens Mannschaft seine Überzahlchancen so konsequent nutzte, das darf man bereits als echte Verbesserung werten. Doch der Vorsprung gab der Formation keineswegs Sicherheit. Mannheim zog die Zügel an, machte Druck, der Fuchs kassierte erst eine Strafzeit und dann durch Jaspers (13.) den Anschlusstreffer. Der zweite Durchgang begann mit dem stets üblichen Fehler von Torhüter Levente Szuper, der ansonsten aber prächtig hielt. Den Distanzschuss von Bouchard, ebenfalls bei Überzahl (22.), ließ er sich dennoch durch die Schoner rutschen. Noch aber gab der Fuchs sich nicht geschlagen. Bergström (36.) erzielte von der Blauen Linie die erneute EVD-Führung. Danach aber spielte Mannheim seine Cleverness aus, traf durch Fata (40.) Sekunden vor der zweiten Pause zum 3:3 und verwandelte einen Konter bei eigener Unterzahl durch Lewandowski zum vorentscheidenden 3:4 (42.). Ein böser Fehler kostete alle Hoffnung.

Quelle: RP

 
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