Für die Trainerin ist der schwedische Gegner ein Faviorit
VON MARTIN CORDES - zuletzt aktualisiert: 04.11.2009Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Frauenfußball-Bundesligist FCR 2001 Duisburg heute Abend vor der schwierigsten Hürde auf dem Weg zur Titelverteidigung in der Champions League steht. Denn im Niederrhein-Stadion Oberhauen (Anstoß 19.30 Uhr) wartet mit dem schwedischen Meister und Pokalsieger Linköpings FC ein Gegner, vor dem FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg allerhöchsten Respekt hat.
Die Mannschaft aus dem Östergötland, die sich als Vizemeister in der letztjährigen Saison für den Nachfolgewettbewerb des Uefa Women's Cup qualifizierte, hat mittlerweile weitere "Nägel mit Köpfen" gemacht und sich aktuell den schwedischen Meistertitel sowie die Pokaltrophäe gegen das international bekannte und renommierte Team Umea IK geholt. "Diese Mannschaft ist mit Nationalspielerinnen nur so gespickt und in meiner Einschätzung ein absoluter Favorit auf den Titelgewinn", steckt Voss-Tecklenburg die Schwere der heutigen Aufgabe ab. Dass ihre Mannschaft ins Niederrhein-Stadion nach Oberhausen ausweichen muss, weil im heimischen PCC-Stadion das Flutlicht nicht den internationalen Anforderungen entspricht, sieht die FCR-Trainerin nicht als Handicap an. "Wir haben bereits beim Spiel gegen das weißrussische Team WFC Vitebsk in Oberhausen gespielt und dort hervorragende Bedingungen angetroffen."
Im übrigen wird sich die Standortsituation insofern egalisieren, da Linköping im Rückspiel am Martinstag ebenfalls nicht in eigener Anlage spielen kann und in das rund 60 km entfernte Norköping ausweichen muss. Was sich Martina Voss-Tecklenburg allerdings für heute Abend wünscht, ist eine höhere Zuschauerzahl als zuletzt gegen Vitebsk, als 1300 Fans den Weg ins Niederrhein-Stadion fanden. "Für die Zuschauer ist es eine Gelegenheit, eine geballte Fülle von Spitzenfußballerinnen in Aktion zu erleben. Das sollte doch viele Fußballfans neugierig machen."
Den Gegner hat die Trainerin in Videoaufzeichnungen studiert, bei den beiden Siegen der letzten Runde gegen den FC Zürich und in den Spielen gegen Umea IK. Was Voss-Tecklenburg ihrer Mannschaft mit auf den Weg gibt sind in erster Linie Appelle für das Zweikampfverhalten und die Vermeidung von leichten Fehlern. Außerdem gilt die Hoffnung einer Inka Grings, die noch im letzten Spiel gegen Bad Neuenahr ihre Torgefährlichkeit mit drei Treffern unterstrich und die nach den Worten von Voss-Tecklenburg auch körperlich superfit ist. Personell sieht es so aus, dass Jennifer Oster und Marina Hegering definitiv nicht spielen können, während bei der zuletzt ebenfalls verletzten Abwehrspielerin Alexandra Popp Hoffnung auf einen Einsatz besteht.
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