Handball: Gewinnen – egal wie
zuletzt aktualisiert: 14.11.2009Den Kopf freibekommen, Selbstvertrauen tanken, endlich wieder siegen – und sich bloß nicht wieder blamieren. Auf dem Papier sind die Oberliga-Handballer von Hamborn 07 gegen den TV Kapellen trotz drei Niederlagen in Serie sicherlich haushoher Favorit, dennoch schrillen bei den "Löwen" derzeit alle Alarmglocken.
Verständlich, angesichts der blutleeren, emotionslosen Auftritte, durch die der Anschluss an die Spitze, die man die ersten vier Spieltage inne hatte, leichtfertig verspielt wurde. Daher tat Trainer Werner Enders unter der Woche alles, um die Fehler aufzuarbeiten, aber auch um die Köpfe seiner teilweise gehemmt wirkenden Spieler freizubekommen. "Vom Aufstieg sprechen wir ohnehin nicht mehr, und vielleicht ist etwas weniger Druck auch besser", meint Enders, der aber auch klarstellt: "Um unsere Saison zu retten, müssen wir gegen Kapellen gewinnen. Egal wie. Das habe ich der Mannschaft auch gesagt. Egal, was sie macht, es muss ein Sieg bei rausspringen."
Die Hausherren, die im Vorjahr nur dank der Hilfe dreier ehemaliger Bundesliga-Spieler dem Abstieg entgingen, zieren in dieser Spielzeit bereits wieder den Tabellenkeller. Um sich auch in der Defensive die nötige Sicherheit zu holen, gilt es für die Hamborner, den Aktionsradius der beiden Haupttorschützen Christian Lange und Steffen Pitzen einzuengen.
Definitiv passen müssen Allrounder Florian Upelj (Mandelentzündung) und Rekonvaleszent Guido Cassel. Da der Einsatz von Torhüter Sebastian Brysch wegen den Nachwirkungen einer Grippe ebenfalls sehr fraglich ist, heißt es bei 07 Daumen drücken – denn der Nachwuchs, den Tobias Kokott und Ehefrau Sabrina erwarten, war für gestern ausgezählt.
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