Handball: HSG Rumeln entlässt Trainer Olaf Hansen
VON UWE THELEN - zuletzt aktualisiert: 04.02.2012Handball (RP). Nach dem ersten Spieltag der Rückrunde findet sich der Handball-Verbandsligist HSG Rumeln auf dem letzten Tabellenplatz wieder – Grund genug für die Verantwortlichen des Vereins zu handeln. Mit sofortiger Wirkung wurde Trainer Olaf Hansen, der ohnehin zur kommenden Saison den Liga- und Lokalrivalen TV Schwafheim übernehmen wird (die RP berichtete), von seinen Pflichten entbunden.
"Wir wollen einfach neue Impulse setzen", betont Jürgen Becker, der Pressesprecher der HSG, und ergänzt: "Sportlich und menschlich sind wir immer sehr gut mit Olaf Hansen klar gekommen, der für den Verein stets alles gegeben hat. So wie er sich rein gehangen hat, können und wollen wir ihm keinen Vorwurf machen, was den aktuellen Tabellenstand betrifft."
Dirk Ostermann übernimmt
Der feststehende Wechsel des Trainers nach Schwafheim hat laut Becker mit der Entscheidung nichts zu tun. Als großes und wohl mit entscheidendes Manko führt der Pressewart vielmehr die katatrophale Hallensituation für die HSG an, die sich eigentlich nirgendwo richtig zu Hause fühlen kann. Als Nachfolger Hansens haben die Rumelner den 45-jährigen Dirk Ostermann verpflichtet, der kein Unbekannter ist, trainierte er doch vor einigen Jahren die Damen der HSG in der Landesliga.
Seine Entlassung kam für Hansen nicht überraschend. "Ich habe zuletzt schon gemerkt, dass der Verein immer nervöser geworden ist. Die Entscheidung des Vostandes ist legitim. Deshalb bin ich überhaupt nicht sauer", betont der scheidende Trainer. "Es waren vier schöne Jahre in Rumeln. Ich glaube jedoch, dass mein Wechsel nach Schwafheim die Entscheidung voran getrieben hat. Vielleicht ist man bei der HSG ja der Meinung, dass die Spieler die Zügel schleifen lassen, wenn der Trainer zum Ende der Saison geht. Ich hätte gern bis zum Schluss weiter gemacht. Andererseits verstehe ich, dass der Vorstand alles probiert, um noch den Klassenerhalt zu schaffen."
Am Mittwoch hat sich Hansen kurz vor dem Trainingsbeginn von seinen Spielern verabschiedet, die ihm daraufhin spontan applaudierten. Positiv auf das Geschehen im Verein reagierte seine Ehefrau Suzana: "Jetzt hat der Olaf endlich wieder mehr Zeit für seine Familie."
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