In Topform nach Ungarn
VON TIM WINTER - zuletzt aktualisiert: 17.06.2009Bald beginnen in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien. Bundesweit freuen sich die Schüler auf eine erholsame Sommerzeit. Anders Lea Reimann. Während der Großteil von Leas Freunden in südeuropäischen Urlaubshochburgen entspannte Ferien genießen, ackert Lea in Duisburg für eine gute Form – für ihren bisher wichtigsten Wettkampf. Die Judoka vom PSV Duisburg startet in der vorletzten Ferienwoche bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Ungarn. "Ich fahre nicht in den Urlaub, weil ich in den Ferien viel trainieren werde, damit ich in Ungarn richtig fit bin", erklärt Lea den Grund für ihre Ferien auf "Balkonien".
Die Einstellung der derzeit erfolgreichsten PSV-Kämpferin könnte professioneller wohl nicht sein. Dies spiegelt auch Leas Erwartungshaltung der Weltmeisterschaft gegenüber wider: "Ich gebe mein Bestes. Für mich ist es schon eine Ehre überhaupt mitfahren zu dürfen. Ein konkretes Ziel für die Wettkämpfe habe ich zurzeit noch nicht, vielleicht ändert sich das aber noch in den nächsten Wochen."
Zeit zum Entspannen bleibt Lea in den nächsten Wochen kaum: "Ich trainiere viel und gerne, daher macht mir die wenige Freizeit nicht allzuviel aus". Doch bei allem Training – die Schule kommt bei der Gymnasiastin keinesfalls zu kurz. "Wir erhalten bald Zeugnisse und es ist alles im grünen Bereich, also habe ich da momentan keine Schwierigkeiten", erzählt Lea Reimann erfreut.
Derzeit geht sie auf das Julius-Stursberg-Gymnasium in Neukirchen-Vluyn in die achte Klasse. Neben der Schule und dem Sport ist der PSV-Kämpferin ihre Familie ebenfalls sehr wichtig. Auch in Ungarn kann Lea auf familiäre Unterstützung bauen. "Mein Vater fliegt später nach. Zuerst wollten meine Mutter und meine Schwester auch mitkommen, doch dies ging leider aus Kostengründen nicht", erklärt sie etwas enttäuscht. Dennoch überwiegt die Freude, dass wenigstens ihr Vater anfeuernd am Mattenrand stehen wird. "Doch wir schlafen in unterschiedlichen Hotels", stellt Lea anschließend schmunzelnd klar.
Während der Weltmeisterschaft steht verständlicherweise das Gemeinschaftsgefühl in der Nationalmannschaft an höchster Stelle und nicht die väterliche Nähe im Vordergrund. Für Lea Reimann ist es nicht die erste Reise nach Ungarn. Vor einigen Jahren war sie schonmal zu Gast in dem osteuropäischen Land. "Ich war als kleines Kind schonmal in Ungarn. Meine einzige Erinnerung ist, dass dort viele Berge waren", schmunzelt die Gymnasiastin. Vielleicht sorgt die sympathische PSV-Kämpferin dafür, dass sich Ungarn doch noch etwas positiver in ihre Erinnerungen einprägt.
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