Kein Streit, kein böses Wort
VON BERND BEMMANN - zuletzt aktualisiert: 31.10.2009"Es war eine angenehme Zusammenarbeit, aber sie passte nicht mehr", sagte MSV-Präsident Walter Hellmich gestern zur Trennung von Peter Neururer. In Koblenz wird morgen Co-Trainer Uwe Speidel die Mannschaft betreuen.
Jetzt werfen wir mal 30 Namen von "freien" Trainern in den Ring, und wenn ein Treffer dabei ist, dann jubeln wir vor blanker Freude. Wir schreiben dann, dass wir "exklusiv berichtet" haben. Spaß beiseite. Aber in etwa so wird das in den nächsten Tagen ablaufen, an denen in den Medien stets ein neuer Name genannt werden wird. Der Nachfolger von Peter Neururer wird ganz sicher gefunden bei dem Wust an Bewerbungen, der ins Haus steht. Als Neururer gerade beurlaubt war, meldeten sich bei Walter Hellmich bereits die ersten Bewerber...
Die fast einjährige Ära Neururer hat also beim MSV das erwartete Ende gefunden, demnächst wird ein neues Trainer-Kapitel aufgeschlagen. Gestern bei der Pressekonferenz im entspannten Rahmen ohne nennenswerte Überraschungen gab es die üblichen Erklärungen in einem solchen Fall von Trennung. Die Zusammenarbeit habe nicht mehr gepasst, hieß es aus dem Mund von Walter Hellmich, der Hebel müsse jetzt umgelegt werden zu besseren Zeiten und so weiter.
Hübner atmete tief durch
Sportdirektor Bruno Hübner allerdings merkte man an, dass die Beurlaubung des Trainers nicht ganz spurlos an ihm vorbei gegangen war. Um eine Statement geboten, atmete der 47-Jährige erst einmal tief durch. Seine Antwort musste so lauten wie sie auch kam. Er stehe hinter der Entscheidung gegen Neururer, mit dem er aber liebend gern weiter zusammen gearbeitet hätte. Soviel Ehrlichkeit musste sein. Das Ganze endete in Friede, Freude, Eierkuchen. Kein Streit, kein böses Wort. "Es war eine angenehme Zusammenarbeit", meinte Hellmich. Morgen in Koblenz wird Assistenz-Trainer Uwe Speidel die Mannschaft betreuen, die in dieser Saison erheblichen Schwankungen unterworfen ist. Ob Speidel den richtigen Kurs findet, muss abgewartet werden. Schwer genug wird die Aufgabe am Rhein allemal. Zuletzt beim Pokalspiel verlor die TuS zwar in Hoffenheim deutlich, aber sie kämpfte wenigstens und wehrte sich entschiedener als das der MSV in Augsburg getan hatte.
Personelle Änderungen gibt es auf jeden Fall. Caiuby, im Pokalspiel vom Platz geflogen, dürfte auf keinen Fall in der Mannschaft zu finden sein. Sonst wird sich Uwe Speidel noch mit Bruno Hübner zusammen setzen, um die rechte Marschrichtung zu finden. Die beiden sind guter Hoffnung. Hübner auch deshalb, weil er mit Neururer gewiss eine einvernehmliche Lösung finden wird, den Vertrag bei entsprechender Abfindung zu lösen. Dann geht er ans Werk, einen Nachfolger ausfindig zu machen. Genug Trainer stehen Gewehr bei Fuß.
Hauptsport, rp-online
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