Neue Maßstäbe
VON MARC SCHMITZ - zuletzt aktualisiert: 02.04.2007Der letzte Teil der Nike-Winterlaufserie geriet zu einem perfekten Lauf-Ereignis im Sportpark. Karsten Kruck vom LC Duisburg schaffte den Titel-Hattrick.
Ein Szenario, wie es sich die Veranstalter besser nicht hätten träumen lassen können. Bei strahlendem Sonnenschein, fast perfekten Wegverhältnissen und spürbar bester Laune ging am Wochenende die Winterlaufserie des ASV Duisburg zu Ende und setzte in Sachen Organisation neue Maßstäbe. Bis wenige Stunden vor dem Start zur dritten und entscheidenden Etappe der Serie mussten die Streckenplaner am genauen Verlauf der Route basteln, da die Umbaumaßnahmen an der Regattabahn eine langfristige Planung immer wieder störten. Letztlich gelang es jedoch, den abwechslungsreichen und anspruchsvollen Parcours pünktlich und amtlich vermessen freizugeben, so dass die riesige Läuferschar um ihre Plätze in der Gesamtwertung kämpfen durfte.
Die Bahn war frei
Eine erste Entscheidung im Klassement der großen Serie, die mit einem Lauf über die Halbmarathon-Distanz beschlossen wurde, fiel bereits vor dem Start. Die beiden Führenden der Gesamtwertung aus Reihen des TV Wattenscheid verzichteten auf ihren Start. Sie hatten die beiden ersten Läufe lediglich als Vorbereitung für größere Herausforderungen genutzt, als sie das restliche Feld damals in Grund und Boden liefen. Frei war die Bahn also für den überragenden Mann der letzten Jahre. Karsten Kruck vom LC Duisburg gewann nicht nur die Dreierserie dieses Jahres, sondern vollendete mit seinem dritten Seriensieg am Stück auch den Titel-Hattrick. Zwar musste er sich über die 21 Kilometer diesmal dem überragenden Bastian Krantz, ebenfalls aus Wattenscheid, geschlagen geben, in der Gesamtwertung drohte ihm jedoch keine ernste Gefahr mehr. Der Bochumer Sieger überzeugte mit einer Zeit von 1:10,58 Stunden, die ihn knapp dreieinhalb Minuten vor Kruck zum Tagessieger machte. Auf Rang drei beendete Florian Glahn von der LG Mülheim das Rennen, das ihm diesen Rang auch in der Gesamtwertung bescherte. Gesamtplatz zwei sicherte sich Stephan Seidel vom ASC Rosellen/Neuss.
Herzschlagfinale
Auch bei den Frauen musste sich die frisch gebackene Gesamtsiegerin Marion Tüshaus (ART Düsseldorf) mit Tagesplatzierung zwei zufrieden geben. Ihre ärgste Konkurrentin Irina Kretschmann von der LG Wuppertal nahm ihr nach 1:28,20 Stunden ganze 24 Sekunden ab, musste aber am Ende eingestehen, dass dies in der Endabrechnung nur für Rang zwei reichte. Auf sicherer Distanz, sowohl im Tagesrennen, als auch in der Serienwertung sicherte sich Susanne Nasfi (TV Voerde) Platz drei. Ein wahres Herzschlagfinale gab es auf den letzten Metern der kleinen Serie, die zum Abschluss einen 10-Kilometer-Lauf vorsah. Mit Jörg Mentzen kam der glückliche Sieger letztlich mit knappem Vorsprung aus den Reihen des FC Stoppenberg. Auf Platz drei beendete er das Rennen mit einer Zeit von 33.30 Minuten und erlief sich auf den bislang führenden Daniel Schneider (LC Duisburg) ein dünnes Polster von gut zwanzig Sekunden, das ihm den Gesamtsieg bescherte. Bei all der Rechnerei ging beinahe unter, dass der Tagessieg nach 31:50 Minuten mit deutlichem Vorsprung an Ansgar Varnhagen (Dortmund) ging.
Ähnlich knapp fiel der Gesamtsieg in der Frauen-Konkurrenz aus. Ganze 18 Sekunden trennten Bernardina Kordel von Adler Bottrop am Ende vom obersten Treppchen. Über Platz eins jubeln durfte statt dessen Lokalmatadorin Sabrina Krämer vom LC Duisburg, die nach 42:14 Minuten allerdings nur als Tagessiebte ins Ziel einlief. Den Sieg über die 10-Kilometer sicherte sich nach 40:49 Minuten Nachwuchskraft Kerstin Augustin.
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