Judo: Neues Gesicht aus der Talentschmiede
VON TIM WINTER - zuletzt aktualisiert: 10.03.2009Aaron Hildebrand, Jessica Burkert oder Christian Beckmann. Alles längst bekannte Judotalente vom PSV Duisburg. Doch seit dem vergangenen Wochenende steht ein neues Gesicht aus der Talentschmiede im Mittelpunkt.
Die 14-jährige Lea Reimann gewann bei den Deutschen U17-Einzelmeisterschaften in Homburg-Erbach (Saar) die Goldmedaille. Somit darf sich die Schülerin nun Deutsche Meisterin nennen.
"Ziemlich aufgeregt"
Für Lea Reimann startete dieses Wochenende durchwachsen: "Ich war schon an den vorherigen Tagen ziemlich aufgeregt", beschreibt sie ihre Gefühle vor ihrer ersten Meisterschafts-Teilnahme. Doch die schlaflosen Nächte vor dem Wettkampf waren dann schnell abgehakt und vergessen. Lea Reimann zeigte sich von ihrer besten Seite und sicherte sich mit einer überzeugenden Leistung den Meistertitel. "Damit habe ich auf keinen Fall gerechnet. Es war meine erste Teilnahme. Mein größter Erfolg zuvor war der Sieg bei einem internationalen den Westdeutschen Meisterschaften 2004, doch so eine Meisterschaft ist natürlich etwas komplett anderes", erzählt sie stolz.
Seit ihrem sechsten Lebensjahr steht Lea Reimann auf der Matte. Schnell verguckte sich die Gymnasiastin in den kampfbetonten Sport. "Beim Judo kann ich an meine Grenzen gehen und mich stets verbessern. Außerdem ist Judo nicht so einseitig wie manch andere Sportart", erklärt sie. In ihrer Freizeit verbringt Lea viel Zeit mit ihren Freunden, doch auf Sport kann die engagierte Schülerin auch in ihrer trainingsfreien Zeit nicht verzichten: "Ich reite sehr gerne. Das mache ich sehr oft".
Auf dem Boden geblieben
Die Schülerin ist trotz der großen Ziele und ihres großen Erfolges auf dem Boden geblieben. Lea weiß genau, bei wem sie sich bedanken muss: "Ich danke meinem Trainer Sebastian Heupp. Er hat viel für mich und meinem Erfolg getan und ich weiß, dass ich keine einfache Schülerin bin, doch er steht trotzdem immer voll hinter mir". Nach ihrem Erfolg wurde Lea in den C-Kader des Deutschen Judo Bundes berufen. Vom 11. bis zum 15. April ist sie mit dem Nationalkader auf einem internationalen Turnier in Russland dabei. Vielleicht wird sie dort zum ersten Mal den Adler auf der Brust tragen. Doch Lea Reimann möchte eines, jetzt noch ungewissen Tages höher hinaus: "Mein großer Traum ist es, an den Olympischen Zielen teilzunehmen. Doch ich weiß, dass es sehr schwer ist." PSV-Chef Erik Gruhn hat sich über die Medaille sehr gefreut, die auch Ausdruck der guten Nachwuchsarbeit in dem Verein ist. Das ist seit Jahren der Fall.
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