Beachhandball: Nur die Spiele stören
VON SEBASTIAN MÜHLEIS - zuletzt aktualisiert: 30.06.2009Unter dem Namen "Wo... isch eigentlich de Bus???" trat ein Teil der Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade bei der zehnten Auflage des großen Krefelder Beachhandball-Turniers am Elfrather See an. Bei allem Ernst in der Saison stand dieses Mal klar der Spaß im Vordergrund.
Es ist eines der größten Handball-Feste am Niederrhein. Immer um die gleiche Zeit im Jahr stellen sich Handballer aller Vereine der Region die gleiche Frage: "Seid ihr auch in Krefeld dabei?" Bereits zum zehnten Mal richtete ein Team um den sportlichen Leiter Ralf Legermann auf dem Gelände am Elfrather See in Krefeld ein Beachhandball-Turnier der Superlative aus, bei dem für das Gros der Mannschaften aber trotz allen sportlichen Anreizes der Spaß im Vordergrund steht. Das ist gewollt.
So auch bei der sechs Frauen starken Abordnung der Regionalliga-Damen des TV Aldenrade, die von Valerie Traute (SV 08/29 Friedrichsfeld) und Lea Imping (Teutonia Riemke) unterstützt wurden. Denn sportlich schnitten die Walsumerinnen nur mäßig ab, schieden am letzten der drei Turniertage bereits im ersten Spiel der Endrunde aus.
Turnier der Superlative
Ein Turnier der Superlative stellten die Verantwortlichen in Krefeld wieder einmal auf die Beine. Neben 60 freiwilligen Helfern und 60 Schiedsrichtern standen 260 Teams beim dreitägigen Beachhandball Turnier bereit, gespielt wurde auf neun Plätzen. Nahe gelegen auch die "Zeltstadt" mit etwa 900 Zelten und einem großen Festzelt. Für Hygiene war in Form von "Duschtrucks" gesorgt, dort duschten bis zu 130 Sportler pro Stunde.
Keine Lust auf Regen
Das störte aber keinen der Beteiligten. Denn zum einen hatte Teamchef Denise Schauenburg ihre Truppe ohnehin bewusst für das "Fun-Turnier", in dem es eben nur um den Spaß geht, gemeldet. Zum anderen "hatten wir auch keine Lust mehr im Regen zu spielen", wie Daniela Rink schmunzelnd anfügte. Und der kam immer stärker auf, je näher sich die Sportler den Finals näherten.
Vielmehr standen an den ersten beiden Tagen das tolle Wetter und der Grill auf dem Zeltplatz im Vordergrund, ehe sich die TVA-Mädels abends im Festzelt auf die Tanzfläche stürzten. Einen gelungenen Einstand feierte dabei Neuzugang Christin Opladen, deren Integration spätestens am zweiten Tag vollständig abgeschlossen war, "obwohl so etwas eigentlich nichts für mich ist".
Das wohl treffendste Resümee für alle Beteiligten zog Florian Körner. Tief versunken saß der Rückraumspieler, den es zu den Herren des TV Aldenrade zurückzieht, neben dem Grill in seinem gemütlichen Klappstuhl in der Sonne, ein kaltes Bier in der Hand, als er feststellte, dass "hier alles super ist. Nur die Spiele zwischendurch, die stören schon extrem". Mit dieser Analyse sorgte er rundherum für Gelächter, doch viele Spieler anderer Mannschaften, die sich auch um den Grill versammelt hatten, sahen es wohl ähnlich.
Positiv fiel auch das Fazit von Legermanns aus. "Es gibt natürlich immer etwas zu verbessern, aber insgesamt können wir sehr zufrieden sein. Das Pensum, das wir hier mit den ganzen freiwilligen Helfern absolvieren, ist aber schon eine Gratwanderung. Die Belastung für die Helfer ist immens, jedoch entschädigt der Spaß den man zusammen hat dafür."
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