Handball: OSC gewinnt das Spitzenspiel
VON KRISTOF KÖLLER - zuletzt aktualisiert: 16.11.2009Der Handball-Regionalligist behält im Verfolger-Duell gegen Eintracht Hagen mit 29:27 die Oberhand. Mit einer kompakten Abwehr und Torhüter Sebastian Schmidt als starkem Rückhalt kompensierten die Rheinhauser so manchen Durchhänger.
So manches ist schon jetzt absolut Zweitliga-reif beim OSC Rheinhausen. Die Kulisse etwa. Weit mehr als 1000 Zuschauer fanden gestern den Weg in die Sporthalle an der Krefelder Straße.
Auch an der Sponsorenfront ist der (Noch-) Regionalligist mittlerweile augenscheinlich gut aufgestellt. Davon zeugen die breitflächigen Werbebanner an der Hallenwand. Sportlich befindet sich die Mannschaft auf dem besten Wege, die Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus zu schaffen. Mit 29:27 (13:13) setzte sich der OSC im Verfolger-Duell gegen Eintracht Hagen durch – so steigt man auf.
Die Ruhe bewahrt
An und für sich hatten sich die Rheinhauser im Laufe der Partie zu viele Durchhänger erlaubt, um als Sieger vom Feld zu gehen. Die 13:9-Führung (27.) gaben Jörg Schürmann und Co. bis zur Pause aus der Hand, und auch nach dem 19:14 (41.) wurde es nochmal eng. Das war unnötig. Aber: Die Art und Weise, wie sich der OSC den Vorsprung erspielte und danach in den prekären Phasen die Ruhe behielt – das war Handball im Stile einer Spitzenmannschaft.
Den Grundstein für den allemal verdienten Erfolg legten die Rheinhauser in der Abwehr. "Wir haben sehr kompakt gestanden", durfte Achim Schürmann nach Spielschluss feststellen. Ein Sonderlob des Trainers verdiente sich Torhüter Sebastian Schmidt, der seinem Team ein wahrlich starker Rückhalt und immer zur Stelle war, wenn das Spiel zu kippen drohte.
Drei Siebenmeter vergeben
Und was gibt's zu bemängeln? Die Chancenauswertung von Schmidts Vorderleuten war bestenfalls durchwachsen. Drei Siebenmeter vergaben die Rheinhauser in der zweiten Hälfte.
An besseren Tagen schlagen die Hagener daraus Kapital. Zudem schlossen vor allem André Loschinski, trotz schwacher Quote bester OSC-Werfer, und Mirko Bernau doch einige Male zu früh ab. "Wir haben uns nicht entscheidend absetzen können", fügte Schürmann denn auch als Manko an. Freilich, solange der Coach das nach einem Sieg über den bisherigen Tabellenzweiten sagt, sei seinen Schützlingen die ein oder andere Unzulänglichkeit verziehen.
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