FC Rumeln 2001: Pokal: "Wir wollen ins Halbfinale"
VON MARTIN CORDES - zuletzt aktualisiert: 18.12.2009Noch kann man beim Frauenfußball-Bundesligisten FCR 2001 Duisburg die Ruhe zu den bevorstehenden Feiertagen nicht genießen. Denn obwohl die Bundesliga schon im Winterschlaf weilt, ist der DFB-Pokal noch hellwach.
So steht für das Team von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg als letzte Pflichtaufgabe in diesem Jahr das Viertelfinale in dem Wettbewerb an, in dem der FCR Pokalverteidiger ist. Und was besonders reizvoll ist: Der FCR tritt am Samstag um 14 Uhr beim Zweitligisten 1. FC Köln im Franz-Kremer Stadion an. Und in Köln findet im nächsten Jahr das Finale statt.
Natürlich weiß die FCR-Trainerin um die deshalb besondere Motivation beim Gegner und gibt die Zielrichtung ohne "Wenn und Aber" vor: "Wir wollen ins Halbfinale." Im Übrigen gibt es ein Wiedersehen mit ehemals prominenten FCR-Spielerinnen. Beim "Efzeh" spielen u.a. Sonja Fuss, im letzten Jahr noch Abwehrbollwerk beim FCR, sowie "Patti" Hanebeck, einstmals eine große Hoffnung des deutschen Frauenfußballs.
Zu den wiederkehrenden Gerüchten, dass der FCR schon in Kürze auf dem vereinseigenen Gelände an der Mündelheimer Straße ein eigenes bundesligataugliches Stadion bauen will, reagiert der Vorstandsvorvorsitzende Guido Lutz wie folgt: "Es ist richtig, dass das PCC-Stadion in Homberg auf Dauer keine Lösung sein kann.
Schließlich gehört die Arena dem VfB Homberg. Wir sind nur Gast und haben dort nicht die erforderlichen Vermarktungsmöglichkeiten, um zu gewährleisten, dass wir uns auch im finanziellen Bereich dauerhaft in der Bundesligaspitze etablieren können." Lutz dementierte aber deutlich, dass es schon konkrete Pläne in der Schublade gäbe oder gar "grünes Licht" seitens der Stadt Duisburg für einen Baubeginn vorliegen würde.
Wie auch Ferdi Seidelt, ehemals Vorstandsvorsitzender und heute Mitglied des Aufsichtsrates, bestätigt Lutz, dass es Gedankenspiele um ein neues Stadion schon seit längerer Zeit gebe. Selbst Überlegungen mit der Stadtspitze räumt der Vorsitzende ein. Aber: " Es ist, auch wegen der finanziellen Situation der Stadt, derzeit nichts konkret." Denkbar wäre es, dass neben einem Neubau auf der eigenen Anlage auch eine Übernahme einer bereits bestehenden Anlage angedacht sei.
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