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Fußball-Landesliga: Rassiges Unentschieden

VON TOBIAS KNÜFERMANN - zuletzt aktualisiert: 30.08.2010 - 10:01

Im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga trennten sich der FSV Duisburg und Hamborn 07 nach 90 hochinteressanten Minuten mit 2:2. Die Hamborner Löwen führten bereits früh mit 2:0, konnten den Sack aber nicht zu machen. Stattdessen glich der FSV in Unterzahl noch aus.

Bärbel Wohlleben sorgte 1974 für eine Sensation - sie erzielte als erste Frau ein "Tor des Monats".  Foto: KEYSTONE, AP
Bärbel Wohlleben sorgte 1974 für eine Sensation - sie erzielte als erste Frau ein "Tor des Monats". Foto: KEYSTONE, AP

Das war doch mal ein richtiger Leckerbissen für den Duisburger Amateurfußball. Im Landesliga-Derby zwischen dem FSV Duisburg und Hamborn 07 gab es alles das, was ein Lokalkracher haben muss. 600 Zuschauer, zwei spielerisch starke Mannschaften, viele Chancen, ein knallroter Platzverweis, der schnellste Treffer der Saison und ein Treffer in der allerletzten Minute der Nachspielzeit - Fußballerherz, was willst du mehr?

Das Eintrittsgeld an der Warbruckstraße hatte sich allemal gelohnt. Auch die Lokalprominenz ließ es sich nicht nehmen. Siggi Sonntag, Gregor Grillemeier, „Mucki“ Tebeck, Marcel Füten, Frank Cho und viele andere verlebten einen heiteren Nachmittag im Duisburger Norden.

Info

Aufstellungen

FSV: Öztürk - Cukur, Göncü (46. Erdem), Colic, Tütüncu (25. Aripek) - Karabel (46. Ince), Özdogan, Tekin, Erbay, Kilic - Sevinc.

07: Blättermann - Klejonkin, Zander, Synowiecz, Surkau - Wiesner (90. Mölleken), Schulz, Schneider, Herbst (68. Joormann) - Brosowski, Orlovic (81. Klopacz).

Nach knapp 94 Minuten stand ein 2:2 (0:2)-Unentschieden auf dem Papier, wobei sich die Hausherren vom FSV Duisburg aber als moralischer Sieger sehen durften. Die Gäste aus Hamborn präsentierten sich zu Beginn hellwach und wurden bereits nach 50 Sekunden belohnt. Dejan Orlovic sorgte aus spitzem Winkel für die Führung.

Ein richtig feiner Treffer. Der FSV, der in den ersten beiden Saisonspielen vor Selbstvertrauen nur so strotze, wirkte geschockt und kassierte zehn Minute später den zweiten Treffer. Erneut war Orlovic zur Stelle. In der Folge kam der FSV etwas besser ins Spiel, lief aber immer wieder ins Abseits. Die Gäste aus Hamborn kamen dagegen zu weiteren guten Torchancen, allerdings hatte weder Torjäger Daniel Brosowski noch Paul Herbst und Patrick Schnieder Zielwasser getrunken. 

 „In der Phase müssen wir einfach das dritte Tor machen“, zeigte sich 07-Trainer Heiko Heinlein enttäuscht. Durch den unnötigen Platzverweis für den eingewchselten Hüseyin Ince (FSV) blieb Hamborn am Drücker, vergeigten aber alle Chancen kläglich. So blieb der FSV im Spiel und kam in der 67. Spielminute zum Anschlusstreffer durch einen Kopfballtor von Erkan Sevinc, der von Coskun Erbay überragend bedient wurde. Es folgte eine Druckphase der Hausherren, die aber zunächst ohne Erfolg blieb.

In regelmäßigen Abständen fuhren die Hamborner demgegenüber immer wieder Konter, scheiterten jedoch meist an sich selbst oder am guten FSV-Keeper Öztürk. So kam die vierte Minute der Nachspielzeit, als Mithat Aripek zum umjubelten Ende für den FSV treffen konnte: „Normalerweise verlieren wir das Spiel 1:6 oder 1:7. Aber Hamborn hat die Chancen nicht genutzt und wir haben in der zweiten Halbzeit alles auf eine Karte gesetzt“, so FSV-Trainer Ilyas Basol. 07-Trainer Heiko Heinlein: „Ich konnte unsere Torchancen kaum noch zählen.“


 
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