Rudern: Regattabahn-Highlight
VON HERMANN KEWITZ - zuletzt aktualisiert: 23.06.2009Am kommenden Wochenende geht es auf der Wedaubahn für die Nachwuchs-Ruderer in die Vollen. Ab Donnerstag trägt der DRV seine Meisterschaften aus.
Die Ruder-Familie trifft sich in Duisburg. Von Donnerstag bis Samstag trägt der deutsche Nachwuchs seine Meisterschaften auf der Wedau-Bahn im Sportpark aus. Um die Medaillen geht es bei den Talenten der U17, U19 und der U23. Über 1100 Athleten aus 170 Vereinen fahren um die Titel. Am Samstag schlagen die U23-Fahrer in den Finals Wellen. Am Sonntag stehen die Endläufe für die U17 und U19 auf dem Programm.
Über 400 Boote
Der International Wedau Regatta e.V. richtet nach 2005 wieder einmal die größte nationale Regatta aus. Eine besondere Herausforderung, wie Organisationsleiter Mario Woldt berichtet. Über 400 Boote machen an der Regattabahn fest. Allein am Wochenende stehen 59 Rennen auf dem Programm. Über 120 ehrenamtliche Helfer aus dem Duisburger Ruderverein und dem RC Germania Düsseldorf, die gemeinsam den International Wedau Regatta e.V. bilden, sind an den vier Tagen im Einsatz. Pausen erlaubt der Zeitplan kaum. Das zeigt: Es geht in die Vollen am kommenden Wochenende.
OB ehrt den Achter
Von 9 bis 18 Uhr geht es die Wedau-Bahn runter und den Parallelkanal rauf. Allein am Sonntag macht man etwas früher Schluss. Um 16 Uhr ehrt Oberbürgermeister Adolf Sauerland die schnellsten Achter. "Danach geht es ab nach Hause", sagt Gunnar Hegger, der Vorsitzende des ausrichtenden Klubs. Einige der Ruderer haben dann noch lange Wege vor sich, denn der Nachwuchs kommt aus ganz Deutschland nach Duisburg.
Woldt rechnet deshalb mit randvollen Tribünen vor allem am Wochenende. "Die Talente bringen oft ihre Eltern und Freunde mit. Da ist dann richtig was los in unseren Ruderstadion." Anfragen nach Campingplätzen oder Parkraum fürs Wohnmobil liegen Woldt inzwischen reichlich vor. Da ist Organisation gefragt.
Es geht um Fahrkarten
Zugleich sind die Titelkämpfe mehr als ein großer Kindergeburtstag. Es geht um mehr: Zum Beispiel um die Fahrkarten für die Junioren-WM in Frankreich oder die U23-Titelkämpfe in Prag. Der Deutsche Ruderverband schaut genau hin, denn möglicherweise kann sich das eine oder andere Top-Talent direkt für die Senioren-WM empfehlen.
Nach dem Olympia-Desaster baut der Verband eine neue junge Crew auf. Mario Woldt: "Ich bin mir sicher, dass der eine oder andere Ruderer, der am Wochenende hier an den Start geht, 2012 in London für Deutschland im Boot sitzt. Die Regatta am Wochenende hat Sichtungscharakter. Da lohnt sich also der Besuch.
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