Sascha Velten heißt der Sieger
VON HERMANN KEWITZ - zuletzt aktualisiert: 08.06.2009Beim Lauf durch die Duisburger Stadtteile mit Ziel MSV-Arena waren 5177 Teilnehmer am Start, den der Stadtsportbund gemeinsam mit dem LC Duisburg als Großveranstaltung wieder reibungslos durchführte.
Fast ist es schade. Der Applaus der Zuschauer, der Takt der Sambatrommeln, das freundliche Wirrwarr auf dem Rasen der MSV-Arena – am Ende verliert es sich alles im Spiel der Namen und Zahlen. Mit der Zeit von 2:32,16 Stunden gewann der Remscheider Sascha Velten den 26. Rhein-Ruhr-Marathon. Der in Duisburg lebende und für die LGO Bochum startende Tobias Severin belegte nach langer und am Ende vergeblicher Verfolgungsjagd nach 2:33,19 Rang zwei.
Kreth diesmal Fünfter
Vorjahressieger Magnus Kreth vom ASV kam auf Platz zwei in der Duisburg-Wertung und als Gesamtfünfter (2:38,59) ins Ziel. Bei den Frauen wiederholte Marlies Meyer von der LG Rhein Erft ihren Vorjahressieg mit einer Zeit von 2:56,53 vor der Mülheimerin Sevenja Gayk (2:59,37) und der Siegerin von 2007, Antje Möller vom ASV Duisburg, die mit 3:05,57 und einem Platz auf dem Treppchen hoch zufrieden war.
Der Halbmarathon ging an den Finanzbeamten Ulrich Benz von der LG Brandenkopf (1:11,13). Bei den Frauen setzte sich zum vierten Mal in Folge Lisa Müller in 1:22.31 durch. Die Inliner-Wertung entschieden Marcel Hild aus Darmstadt (1:13,45) und die Düsseldorferin Silke Zimmermann (1:33,31) für sich. Bei den Handbikern verpasste Vico Merklein mit einer Zeit von 1:07,46 den angepeilten Weltrekord um satte zwei Minuten. Nächstes Jahr will er aber wiederkommen und das Versäumte nachholen.
Damit hat es sich noch lange nicht mit dem Zahlenwerk. Nicht bei einem Marathon, den der Stadtsportbund Duisburg gemeinsam mit dem LC Duisburg als Großveranstaltung und sportliches Gesamtkunstwerk mit 1700 Helferinnen und Helfern organisiert. Also weiter im Text: 5177 Teilnehmer nutzten die diversen Startmöglichkeiten. Der SSB bewegt sich damit in der angepeilten Größenordnung, wie auch die Siegerzeit sehr typisch für das Rhein-Ruhr-Rennen ohne eingekaufte Starts war. 1097 Läufer wagten sich an die kompletten 42,195 Kilometer, 3039 machten halbe Sache und beschieden sich mit 21,1 Kilometern. Für sie reicht das.
Was den Umgang mit Daten angeht, wollte die Polizei nicht nachstehen: 70.000 Zuschauer schätzte der Einsatzleiter Ulrich Plutz. Vier Starter mussten sich im Krankenhaus versorgen lassen, 16 stiegen "fußkrank" aus dem Rennen aus. 350 Anrufe gab es bei der Hotline, weil Bürger was zum Marathon wissen wollten. Eine Nachricht erhielten sie dort sicher nicht, auch wenn sie stimmt: Es war ein schöner Duisburger Marathon-Sonntag.
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