Wasserball: Start in die Königsklasse
VON KRISTOF KÖLLER - zuletzt aktualisiert: 08.10.2009Mit der Qualifikationsrunde der EuroLeague beginnt für die ASCD-Wasserballer die neue Saison. In Marseille trifft der Deutsche Vizemeister von heute an auf Honved Budapest, WBC Tirol und Gastgeber CN Marseille.
In aller Herrgottsfrühe sind die Wasserballer des ASC Duisburg heute nach Marseille aufgebrochen. In der französischen Hafenstadt am Mittelmeer startet der Deutsche Vizemeister in die neue Saison. Beim Erstrunden-Turnier der EuroLeague geht es von morgen bis Sonntag gegen die Profi-Klubs Honved Budapest (Ungarn), CN Marseille sowie den österreichischen Vertreter WBC Tirol Innsbruck.
Die beiden Erstplatzierten verbleiben in der europäischen Königsklasse, der Dritt- und Viertplatzierte spielen künftig in der LEN Trophy. "Unser Minimalziel ist der dritte Platz", ist ASCD-Trainer Arno Troost gespannt, wie die "Amateure" aus den Startlöchern kommen, "denn noch wissen wir nicht so recht, wo wir stehen."
"Wozu das langt, wird man sehen"
Am vergangenen Wochenende bestritt die Mannschaft als Generalprobe ein Turnier in Utrecht (Niederlande), wurde dort in den Duellen mit Schuurman BRC (18:11), Polar Bears Ede (28:8) und Utrechtse Zwemclub Star Combinatie (23:14) aber nur mäßig gefordert.
"Wir sind gut vorbereitet. Wozu das langt, muss man sehen", schätzt Troost den Stand der Dinge gewohnt realistisch ein: "Die Österreicher müssen und werden wir schlagen. Gegen Budapest und Marseille sind wir krasser Außenseiter." Das zeigte sich in der jüngeren Vergangenheit. Die letzte Partie gegen Budapest ging vor zwei Jahren mit 9:16 verloren, und auch gegen Marseille war im Vorjahr beim 8:13 kein Kraut gewachsen. Tirol hingegen war 2007 nur ein Spielball des ASCD, der mit 17:2 die Oberhand behielt.
Personell kann Arno Troost beinahe aus dem Vollen schöpfen. Einzig Center-Verteidiger Christian Theis musste zu Hause bleiben. Der 19-Jährige wird am Wochenende bei der A-Jugend gebraucht, die sich in Kamen für die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft qualifizieren möchte.
Gespannt sein darf man auf das Pflichtspiel-Debüt von Gabor Egedi. Auf dem ungarischen Center, der Anfang September von Noisy-le-Sec (Frankreich) zum ASCD gewechselt ist, ruhen große Hoffnungen. Ebenfalls erstmals die "Amateur"-Kappe schnürt der aus Spandau gekommene Konterspieler Tobias Gietz.
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