Wasserball: Sterzik: „Die Mutter aller Derbys“
zuletzt aktualisiert: 16.05.2007Am Samstag platzte das Westfalenstadion aus allen Nähten, heute Abend (20 Uhr) wird es die Traglufthalle am Krefelder Waldsee tun. „Dortmund gegen Schalke ist nichts dagegen“, sagt Uwe Sterzik, der Trainer des Wasserball-Bundesligisten ASC Duisburg, mit einem breiten Grinsen: „Spaß beiseite, aber in unserem Sport ist Bayer Uerdingen gegen ùns nunmal die Mutter aller Derbys.“
Wie oft sich die Nachbarn schon duelliert haben, wissen nur exakte Statistiker. Immer geht‘s dabei ums Prestige, oft um sportlichen Lorbeer. So auch diesmal. Im Play-off-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Da ist ein heißer Tanz im kühlen Nass vorprogrammiert. „Die Nerven werden wohl den Ausschlag geben“, so Sterzik, der nichts davon hören möchte, dass der ASCD als Favorit in die Partie geht: „Davon kann keine Rede sein.“ Wirklich nicht? Immerhin haben die Wedauer in dieser Saison dem Lokalrivalen, dessen Trainer René Reimann aufgrund einer Roten Karte im Viertelfinal-Rückspiel gegen Waspo Hannover (7:5) heute gesperrt ist, schon zweimal ein Schnippchen geschlagen. Im Hinspiel der Meisterrunde stiegen die „Amateure“ trotz eines 12:12-Unentschiedens als moralischer Sieger aus dem Uerdinger Becken.
Damals musste Stammkeeper Tim-Ole Fischer nach der ersten Hälfte verletzungsbedingt passen. Ersatzmann Marc Hendrichs stand nicht im Kader, sodass Feldspieler Christopher Schäckermann zwischen die Pfosten rückte – und Bayer den Nerv raubte. „,Toffi’ hatte großen Anteil am Punktgewinn“, erinnert sich Sterzik, dessen Team das Rückspiel für sich entschieden konnte. 9:7 hieß es vor zwei Wochen im Rahmen der ASCD-Saisoneröffnung, weshalb Florian Müller (26) guter Dinge ist. „Wir fahren mit breiter Brust nach Uerdingen, wollen unbedingt ins Endspiel“, sagt der Linkshänder der „Amateure“, der in der letzten Saison mit dem SV Cannstatt Deutscher Meister wurde und diesen Titel verteidigen möchte: „Ich bin mir sicher, dass wir‘s packen können.“ Personell ist beim ASCD alles im Lot. Auch Julian Real ist nach der verpassten EM-Teilnahme mit der Junioren-Nationalmannschaft wieder im Einsatz.
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