Eishockey: Tour der Leiden
VON HERMANN KEWITZ - zuletzt aktualisiert: 17.11.2006Heute gegen Berlin und Sonntag in Hamburg – der Fuchs will sich einigermaßen aus der Affäre ziehen. Nächste Woche soll ein Ausländer zum Probetraining kommen.
Bereits heute geht es mit der Tour der Leiden für das DEL-Team der Füchse Duisburg weiter. Didi Hegens Eishockey-Mannschaft trifft um 19.30 Uhr in der Scania-Arena auf den Meister aus Berlin. Am Sonntag ist man dann bereits um 14.30 Uhr bei den Freezers aus Hamburg zu Gast. Nach sieben Niederlagen in Folge hofft Hegen gegen den Eisbären aus der Hauptstadt auf eine ähnliche hübsche Überraschung wie vor vier Wochen, als man gegen den Meister mit 6:3 daheim gewinnen konnte. Auch an die Freezers hat Hegen beste Erinnerungen. In der Color Line Arena gelang vor fünf Wochen der einzige Auswärtssieg der Saison. Ob man es noch einmal so einfach haben wird? Eher nicht. Die Gegner sind gewarnt. So schlecht der Fuchs auch spielt, lässt man der Mannschaft Raum mitzuzocken, dann weiß sie ihn wohl zu nutzen.
Ohne Bergström
Der Coach des Schlusslichts schraubt derweil ein weiteres Mal an seiner Aufstellung. Calle Bergström darf nicht verteidigen. Er handelte sich beim 3:5 gegen Spitzenreiter Mannheim eine Spieldauerstrafe ein und ist für das Spiel heute gesperrt. Markus Schmidt rückt dafür in die Verteidigung ein. Dem jungen Mann darf man ein solides Spiel zutrauen. Bergström gelang das in den vergangenen Wochen kaum. Und noch ein etablierter Spieler sitzt dieses Mal auf der Bank. Trainer Didi Hegen kündigte gestern an, dass Artjom Kostyrew, der am Dienstag gegen Mannheim unschuldig pausierte, zu seinem Einsatz kommen werde. Dafür müsse einer der älteren Cracks pausieren. Höchst verdächtig sind: Stanislav Gron, Rudol Huna und Egor Bashkatov. Ihre Leistungen entsprechen nicht den Erwartungen.
Ein neuer Mann
Ohnehin müssen sich die Herren Ausländer daran gewöhnen, dass einer von ihnen stets auf die Tribüne muss. Der Fuchs hat sich nach einem weiteren Ausländer umgesehen. Nächste Woche soll der Mann zum Probetraining kommen und nach Möglichkeit auch einen Vertrag erhalten. Gelingt der Wechsel, dann hat der EVD einen überzähligen Kontingentspieler im Kader. Das bedeutet: Wer nicht das Niveau hält, bleibt ohne Trikot.
Was soll die Maßnahme bewirken? Die Füchse wollen wohl nicht so ganz sang- und klanglos durch die lange Saison dümpeln. Mehr kann man aber kaum erwarten. Denn eine Schwalbe macht keinen Sommer. Erst recht nicht im November.
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