Trendsportart Beachhandball
zuletzt aktualisiert: 30.06.2009Handball, normalerweise ein Hallensport, hat sich seit geraumer Zeit im Sommer als Trendsportart in Form von "Beachhandball" entwickelt. Das erste Turnier fand im Juli 1992 im süditalienischen Ponza statt. Noch im selben Jahr wurde der erste organisierte Verband des Beachhandballs, das Comitato Organizzatore Handball Beach (COHB) gegründet. Zwei Jahre später, im Mai 1994, wurde Beachhandball offiziell von der Internationalen Handball Federation (IHF) anerkannt, und im September 1994 wurden die ersten international geltenden Regeln festgelegt. Nachdem 1999 die erste deutsche Meisterschaft im Beachhandball ausgetragen wurde, startete 2003 die "European Beach Tour" mit zahlreichen Turnieren in ganz Europa.
Beachhandball wird barfuß gespielt, das Feld ist 27 Meter lang (abzüglich der beiden Torräume von jeweils sechs Metern) und zwölf Meter breit. Der Torraum ist im Gegensatz zum Hallenhandball eckig.
Die beiden Teams, bestehend aus drei Feldspielern und einem Torwart, spielen je zehn Minuten pro Halbzeit. Die Halbzeiten werden unabhängig voneinander gewertet, beim Stand von 1:1 nach den beiden Halbzeiten folgt ein Shoot Out (Penaltywerfen). Dort startet der Feldspieler mit einem Auftaktpass zu seinem Torhüter, dieser hat die Möglichkeit entweder direkt auf das gegnerische Tor zu werfen oder seinem Feldspieler den Ball, ohne dass dieser den Boden berührt, zuzuspielen. Der Feldspieler muss nach dem Fangen des Balles versuchen, ein regelgerechtes Tor zu erzielen. Endet eine Halbzeit remis, so wird sie durch ein Golden Goal entschieden.
Ein Tor im Spiel zählt einen Punkt. Doppelt gepunktet wird mit Torwart-Toren, "Spin-shoots" (Sprungwurf mit Drehung um die eigene Achse), Kempa-Tricks oder Siebenmeter . Genau wie beim Hallenhandball darf der Ballführende auch beim Beachhandball nur drei Schritte mit dem Ball machen bevor er wirft oder abspielt. Das Prellen des Balles ist im Sand nur schwer möglich. Bei einer Regelwidrigkeit erfolgt eine Hinausstellung. Der betroffene Spieler darf bei Ballbesitzwechsel entweder durch einen anderen Spieler ersetzt werden oder erneut das Spielfeld betreten. Erhält ein Spieler eine zweite Hinausstellung wird er disqualifiziert (Matchstrafe).
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