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Handball: TVA hält die Klasse, ETuS siegt

zuletzt aktualisiert: 10.05.2010

Dank eines 33:29 (13:13)-Sieges gegen die VT Kempen beseitigten die Regionalliga-Handballerinnen des TV Aldenrade am letzten Spieltag auch die letzten theoretischen Zweifel am Klassener halt – und der damit verbundenen Qualifikation für die 3. Liga.

Für den Thüringer HC setzte es im zweiten Spiel die zweite Niederlage.  Foto: AFP, AFP
Für den Thüringer HC setzte es im zweiten Spiel die zweite Niederlage. Foto: AFP, AFP

Die Geschichte des Spiels war für Trainer Karl-Rudolf Becker schnell erzählt – und dabei stand das Sportliche nicht unbedingt im Mittelpunkt: "In einem eigentlich ausgeglichenen Spiel haben unsere beiden Routiniers Indra Bouten und Carina Hering, die heute ihr letztes Spiel für die erste Mannschaft des TVA absolviert haben, die entscheidenden Akzente gesetzt. Für mich ist es daher umso unverständlicher, wie auf diese beiden Leistungsträgerinnen verzichtet werden konnte. Mit ihnen wäre es über die gesamte Spielzeit betrachtet sicher nicht so eng geworden."

Sonderlob für Scheja und Doktor

Voll des Lobes war Becker zudem für Torfrau Manuela Doktor und die überragende Alice Scheja. "Von Manuela als ehemalige Bundesliga-Spielerin kann man so eine Leistung vielleicht erwarten, aber wie sich Alice in den vergangenen Jahren zu einer Top-Regionalliga-Spielerin entwickelt hat, ist schon bemerkenswert."

TVA: Doktor, Fenneken; Feldmann (4), Schauenburg (6), Höing (2), Bouten (4), Hering (1), A. Scheja (7), Rink (2), Ludwig (3), Spiecker (4/2).

Mit einem 34:30 (16:12)-Erfolg im Gepäck kehrte der Walsumer Lokalrivale ETuS Wedau vom Auswärtsspiel bei der HSG Blomberg-Lippe II zurück. Doch Trainer Rainer Schwartz hätte auf der Rückfahrt lieber eine gesunde Anja Krohm im Bus gehabt, als die zwei Punkte im Sack. Bei einem echten Horror-Unfall mit der heraus eilenden HSG-Torfrau bohrten sich drei Zähne der Kreisläuferin in den Kiefer (5.). Die Abwehrstrategin musste vom Notarzt abtransportiert werden und wurde postwendend in Detmold operiert. Frauenwartin Ulrike Reichelt leistete Krohm Beistand, blieb auch über Nacht bei dem Neuzugang, der so gut eingeschlagen hat. Daher verkam das Spiel zur Nebenrolle, doch angesichts zweier ganz schwacher Unperteiischer, die die HSG klar bevorzugten, und auch das Foul gegen Krohm zunächst mit Freiwurf ahnden wollten, ehe sie die Schwere der Verletzung erkannten und dann doch die logische Rote Karte gegen die Torfrau zogen, schworen sich die ETuS-Spielerinnen ein, das Spiel für ihre verletzte Kollegin zu gewinnen. Dies gelang nach einem wahren Kraftakt. Die Vorentscheidung fiel, als die Gäste in doppelter Unterzahl beim Stande von 20:20 zwei Tore erzielten, aber keines kassierten.

ETuS: Görres; Rahlfs (1), Armbruster (6), Pusch (7), Jezierski (3), Lichters (1), Kujawa (1), Pletz (1), Schneider (1), Krohm, Detges, Gensch (13).

Quelle: RP

 
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