Sportpolitik: Um Ausreden nicht verlegen
zuletzt aktualisiert: 15.12.2009Manchmal klingeln fliegende Händler an meiner Tür und wollen gegen gutes Geld meine Dachrinne sauber machen. Um nicht unhöflich zu erscheinen, verweise ich dann immer darauf, dass ich erstens knapp bei Kasse sei und über die Ausgabe der wenigen Mittel meine Frau entscheide.
Dass Duisburgs Sportvereine auf Kosten in Höhe von 60.000 Euro für Veranstaltungen sitzen bleiben, weil die Stadt nur die erste Rate der versprochenen Zuschüsse bezahlte, kommt einem ganz ähnlich vor.
Wenn nach einer guten Ausrede gesucht wird, dann zeigt der Finger nach Düsseldorf zum Regierungspräsidenten, der das Geld halt nicht rausrückt. Das scheint ungesund weitsichtig.
Aufs Detail geschaut, stellen sich ein paar Fragen: Wieso konnte man nicht überzeugend mit dem Regierungspräsidenten sprechen? Warum gab DuisburgSport und sein Dezernent – wenn man Franz Hering glauben darf – unzutreffende Zahlen heraus? Warum schickte der Eigenbetrieb trotz der Probleme Bewilligungsbescheide raus? Und warum kann der SSB-Chef Franz Hering sagen, dass DuisburgSport manche Vereine noch gar nicht informiert habe, dass die Kasse leer ist.
Die Sportveranstaltungen werden in der Regel von ehrenamtlichen Kräften gestemmt. Die Sportbehörde bringen sie nun in Schwierigkeiten. Duisburg ist sehr arm. Hier ist jetzt nicht von Geld die Rede.
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