Wasserball-Highlight
zuletzt aktualisiert: 25.06.2009Es sind diese Momente, die ein Sportler nie mehr vergisst: EM-Finale in Bonn 1989, Verlängerung, den Ball in der Hand, das Eck im Visier, ein kurzer Blick, ein trockener Wurf, Tor. Deutschland ist Europameister – und der Duisburger Rainer Osselmann Deutschlands neuer Wasserball-Held.
Lang, lang ist's her. Seinerzeit zählte Wasserball in Deutschland noch zu den viel geachteten Sportarten. Die letzte Medaille ergatterten die schwimmenden Werfer 1995. Bei der EM in Wien langte es zu Bronze. Auch da war ein Duisburger der entscheidende Mann: Dirk Klingenberg vom DSV 98. Das Kuriose an der Geschichte: Osselmann war Klingenbergs erster Wasserball-Lehrer. "Er warf mir die Bälle zu, ich musste sie zurückwerfen. So fing alles an", erzählt "Klinge". Nun, 20 Jahre später, stehen sie zusammen in einem Team, steigen für die Waterpolomasters Duisburg ins Becken. Um 17 Uhr wird morgen (wie berichtet) die Deutsche Masters-Meisterschaft eröffnet. 33 Mannschaften mit rund 400 Aktiven nehmen in den Altersklassen 30+ bis 60+ teil, tragen bis Sonntag in den Bädern des DSV 98 und des ASCD insgesamt 55 Spiele aus.
"Das Turnier ist für jeden Wasserball-Fan ein absolutes Muss", sagt Organisator Werner Marker, der gar nicht groß die Werbetrommel rühren muss. Denn Namen sprechen bekanntlich für sich. Neben dem oben genannten Duo schnüren unter anderen auch Ralf Obschernikat, Frank Otto, Rainer Hoppe und Uwe Sterzik die Badekappe. Für sportliche Aha-Erlebnisse ist also gesorgt. Und abseits des Beckens werden die Zuschauer ebenfalls bestens unterhalten.
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