Wasserball: Wasserball: Start nach Maß
VON KRISTOF KÖLLER - zuletzt aktualisiert: 16.11.2009Duisburgs Bundesligisten haben zum Auftakt Siege einfahren können. Der ASCD setzte sich in Würzburg souverän durch. Aufsteiger DSV 98 behielt in Brandenburg die Nerven. Schlägerei nach dem Schlusspfiff.
Duisburgs Wasserballer sind erfolgreich in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Vizemeister ASCD setzte sich beim Vorjahresfünften SV Würzburg souverän durch. Aufsteiger DSV 98 behielt in Brandenburg die Nerven und landete einen denkbar knappen Sieg.
SV Würzburg – ASC Duisburg 4:15 (1:2, 1:4, 2:5, 0:4) "Wir müssen uns durch das erste Viertel beißen", meinte ASCD-Trainer Arno Troost vor der Partie. Und behielt Recht. Acht Minuten konnten die Unterfranken das Spiel offen gestalten. Danach nahmen die Dinge ihren erwarteten Verlauf, wobei die "Amateure" ihren Stiefel in beeindruckender Weise herunterspielten. "Mit elf Toren in Würzburg zu gewinnen, ist schon eine Leistung", lobte Troost, dessen Mannschaft in Linkshänder Florian Müller ihren besten Torschützen hatte. Der gebürtige Würzburger beteiligte sich mit fünf Treffern an der Lehrstunde für seinen Heimatverein. Einen guten Eindruck hinterließ auch Gabor Egedi. Der ungarische Neuzugang leistete im Center ganze Arbeit und deutete an, dass er dem ASCD eine große Verstärkung sein kann.
ASC Brandenburg – Duisburg 98 9:10 (1:3, 4:3, 3:2, 1:2) Spannung im "Hexenkessel" und am Ende eine Schlägerei – der Auftakt gestaltete sich für den DSV 98 sehr intensiv. "Das war aufreibend", befand Coach Christian Koke, dessen Mannschaft im voll besetzten Marienbad mit 4:1 führte: "Danach haben wir uns ein, zwei kleinere Fehler erlaubt." Brandenburg stellte den Anschluss wieder her. In der Folge entwickelte sich eine völlig ausgeglichene Partie, in der die 98er Nervenstärke bewiesen. Auch, als die Gastgeber zu Beginn des dritten Viertel mit 9:8 in Führung gingen. Jens Standke glich aus, ehe der stark auftrumpfende Raul Diakon mit seinem vierten Treffer den Sieg sicherstellte.
Unschöne Szene spielten sich nach dem Schlusspfiff ab. Jens Standke bekam außerhalb des Beckens von seinem Gegenspieler einen Schlag verpasst, woraufhin die Akteure beider Mannschaften einige "Nettigkeiten" austauschten. "Da war dann ,Gruppenkuscheln' angesagt. Aber nichts Wildes, die Gemüter haben sich schnell wieder beruhigt", sagte 98-Kapitän Mirco Schott.
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