Fußball: Wieder hohe Wellen am Kammerberg
VON TOBIAS KNÜFERMANN - zuletzt aktualisiert: 16.11.2009Die Zukunft von TuRa 88 Duisburg in der Fußball-Niederrheinliga ist von großer Ungewissheit geprägt. Wie es aussieht, steht sie kurz vor dem Abgrund. Der Vorstand des Niederrheinligisten hat die Mannschaft gestern Morgen davon in Kenntnis gesetzt, dass die für den Nachmittag angesetzte Partie beim SC Kapellen-Erft nicht stattfindet. Zuvor hatte die Mannschaft wegen ausbleibender Zahlungen das Training boykottiert. Am morgigen Dienstag soll eine Entscheidung darüber fallen, ob TuRa 88 das Team komplett aus dem Spielbetrieb zurück zieht. Wie es heißt, sollen die Spieler für wesentlich reduzierte Gehälter auflaufen: "Wir haben mit dem Spielleiter der Niederrheinliga abgesprochen, dass die Mannschaft nicht zum Spiel in Kapellen antreten wird. Im Laufe der Woche wird er von uns, über die weitere Planung in Kenntnis gesetzt", so Pressesprecher Detlef Zaplata.
Trainer Jörg Kessen und die Mannschaft waren gestern wie vor den Kopf geschlagen, als sie zum Auswärtsspiel fahren wollten. Einige Spieler ließen ihrem Unmut freien Lauf und verließen die Platzanlage zügig. Andere wirkten geknickt und hatten sogar Tränen in den Augen. Ein Teil der Mannschaft erklärte sich bereit, gestern in der Kreisliga A gegen den SC Preußen Duisburg auszuhelfen.
Schon in der vergangenen Spielzeit hatte es finanzielle Engpässe am Kammerberg gegeben. Kapitän Marcel Füten und die Mannschaft verzichteten damals bereits auf einen Großteil ihrer Bezüge und spielten sogar einige Woche unentgeltlich. Der Etat für die aktuelle Spielzeit wurde vom neuen Vorstand um Frank Haak um knapp zwei Drittel heruntergeschraubt.
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