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Mein erstes Haldern Pop - Folge 6 (Ende): Schluss, Ende, Aus?

VON JULIA LÖRCKS - zuletzt aktualisiert: 16.08.2010 - 18:47

Das Haldern Pop Festival 2010 ist zu Ende - und ich möchte, ich will ein Fazit ziehen. Geht aber nicht. Denn mein erstes Haldern Pop ist irgendwie noch gar nicht vorbei. Mir fehlt der nötige Abstand.

Derzeit wechselt sich noch "I saw the mirror starin' back at me / And it told me I'm a self machine / I saw the mirror starin' back at me / And it told me I'm a self machine" - aus "Self machine" von I Blame Coco - mit "But it was not your fault but mine / And it was your heart on the line / I really fucked it up this time / Didn't I, my dear?" aus "Little Lion Man" von Mumford & Sons in meinem Gehör ab. Also mach' ich's klassisch:

Was fand ich gut? Mal ganz abgesehen vom Mumford & Sons-Auftritt, sind es nicht die Bands, die nacheinander auftreten und bestaunt werden wollen. Es ist auch nicht das Campingleben auf hartem Untergrund mit Dosenravioli und Feuchttüchern, das mich begeistert hat. Vielmehr ist das Gefühl von Gelassenheit, das überall zu spüren war. So waren Künstler dort, die sich auch mal gerne unter die Masse mischten. Es waren Besucher da, die nicht durch Rülpsen oder anderes Fehlverhalten in den Vordergrund traten, sondern durch ihr Interesse zur Musik. Vor allem war ich aber von den Veranstaltern angetan, die auch nach 25 Jahren immer noch in ihr Festival verliebt sind, wie am ersten Tag. Haldern Pop ist ihr Idyll - das wollen sie bewahren, sie lassen aber auch andere daran teilnehmen. Bei 5000 Besuchern ist dann aber auch Schluss, mehr Einwohner hat der Ort schließlich auch nicht.

Was hat mich enttäuscht? Wirklich enttäuscht hat mich nichts. Nervig waren vielleicht die langen Warteschlangen am Donnerstag. Ein Glas Bier für 2,40 Euro fand ich relativ teuer. Auch auf's Dixi-Klo gehe ich nicht so gerne. Und auf den Ohrenkneifer im Schlafsack hätte ich ebenfalls getrost verzichten können. Aber das alles ist irgendwie Festival - darauf war ich vorbereitet.

Gehe ich nächstes Jahr wieder hin? Ein definitives "Ja" gibt es nicht, ein "Nein" aber auch nicht. Wie bei allen anderen Sachen, entscheide ich das spontan. Oder wenn mich jemand fragt.   

    


 
 
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