Emmerich: 28 Betriebe suchen junge Leute
VON WOLFGANG HOPPE - zuletzt aktualisiert: 04.09.2010Emmerich (RPO). Nach neun Jahren am Brink fand die "Top Job"-Praktikums- und Ausbildungsbörse der BGE gestern aus Platzgründen erstmals im Saal Hebben statt. Und auch das war fast zu klein. Der Andrang war enorm.
28 Ausbildungsbetriebe hatten ihre Teilnahme zugesagt, wobei die Firma Jordan-LKW am Freitagmorgen durch Antenne Niederrhein aufmerksam wurde und innerhalb weniger Stunden ihren Stand aufbaute.
Das Gedränge zwischen den Präsentationen war beträchtlich, so dass sich auch dieser Saal schon wieder als zu klein erwies. Von 17 bis 19 Uhr hatten die Jugendlichen, die zum Teil mit ihren Eltern gekommen waren, Gelegenheit, sich in Gesprächen und über PC/Dia/Prospekt-Material zu informieren.
"Zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite", überschrieb die Firma Aldi eine 22 Seiten umfassende Broschüre mit "wichtigen Tipps für die erfolgreiche Bewerbung". Andreas Bamfast stand mit zwei Assistenten Rede und Antwort. "In der Broschüre ist das Profil, das wir uns wünschen deutlich zu erkennen", sagte der für 48 niederrheinische Filialen zuständige Gebietsleiter.
Noch nicht versorgt
Auch wenn der Höhepunkt der Wirtschaftskrise in Deutschland vorbei sein sollte und es langsam wieder aufwärtsgeht:
In Emmerich und Rees suchen derzeit immer noch 72 Jugendliche eine Ausbildungsstelle.
Von 289 Bewerbern sind derzeit nämlich nur 217 versorgt.
Zum Finden waren die Interessenten gekommen, wobei es vor allem um Praktikumsplätze ging. "Das Praktikum ist die beste Möglichkeiten des gegenseitigen Kennenlernens als Vorstufe zum Ausbildungsplatz" sagte André Spierz, Chef der BGE, der auch aus eigener Erfahrung als Volksbänker spricht.
"Stark in Wirkung und Leistung, unsere Vielfalt – Ihre Chance" hatte die Firma Jobst ihr Transparent überschrieben. Die Euregio warb um "Euzubis". Stark umlagert waren auch Bundeswehr, Zoll, Kao Chemicals und Probat. Kao bot allein sieben Ausbildungsberufe an. Die Jugendlichen bekamen Information zu selteneren Berufen wie "Hörakustiker" (Hörzentrum Niederrhein), "Mechatroniker" (KHS Kleve) oder Süßwarentechniker (Katjes), um nur drei weitere Beispiele aus dem großen Angebot herauszugreifen.
"Elektroniker für Betriebstechnik ist ein guter Beruf, da findest Du später immer Arbeit", beriet ein Vater seinen Sprössling.
Das Kolping-Bildungswerk warb unübersehbar für seine Lehrwerkstatt mit Flyern.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



