Emmerich: A-3-Initiative macht Druck
VON WOLFGANG HOPPE - zuletzt aktualisiert: 02.04.2009Emmerich (RPO). Eine alte Idee hat derzeit wieder Konjunktur: die Betuwe entlang der Autobahn. Gestern gründete eine Bürgerinitiative dazu einen Verein. Auch juristische Schritte sollen geprüft werden.
MILLINGEN Zur Gründung der "Interessengemeinschaft Niederrhein Betuwe/A3" trafen sich gestern im Saal der Gaststätte Pamer 15 Personen aus Wesel, Millingen und Emmerich. Bevor der Satzungsentwurf beraten wurde, berichtete Prof. Dr. Klaus Haerten aus Wesel über eigene Recherchen zum Thema. Er empfahl, die Verbindung mit anderen Organisationen, beispielsweise in Baden-Württemberg, aufzunehmen. Dort sei man viel weiter als am Niederrhein.
Komplexes Thema
Haerten machte Ausführungen zu gesetzlichen Bestimmungen, die in den Niederlanden angewendet werden, jedoch auf deutscher Seite keine Rechtskraft hätten. Ohne juristische Hilfe sei das komplexe Thema, das sich auf einen Vergleich zwischen zwei Alternativen aus dem Jahre 2000 stützt, nicht zu bewältigen. Die im Entwurf vorgelegte Satzung enthält 15 Paragrafen, die im Einzelnen beraten wurden. Zur Namensgebung des Vereins wurden die Anwesenden gebeten, bis zur nächsten Sitzung Vorschläge vorzubereiten.
Planung Drittes Gleis
Nach Angaben der Bahn wird ab dem 3. Quartal 2009 mit der Planfeststellung für das dritte Gleis auf der bestehenden Strecke begonnen.
Abschnitt für Abschnitt soll abgearbeitet werden. Es soll etwa eineinhalb Jahre dauern bis der Beschluss, also die Genehmigung für den Ausbau der Strecke, vorliegt.
Zweck des Vereins ist es, die Streckenführung für Güterzüge zweigleisig längs der A 3 durchzusetzen, um "ein menschenwürdiges Leben an der Betuwe-Linie zu ermöglichen."
Nach Vorstellung der Interessengemeinschaft ist eine befahrbare Straße für die Feuerwehr und für den Katastrophenschutz einzurichten. Die zweigleisige Trasse der Güterzugstrecke sei so zu legen, dass "so wenig wie möglich Menschen durch Lärm, Erschütterungen oder Gefahrguttransporte belästigt oder gefährdet werden."
Der Verein hofft jetzt darauf, dass sich weitere Personen anschließen. Der Mitgliedsbeitrag soll zwei Euro je Monat betragen.
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