Rees: Abendmusik auf hohem Niveau
zuletzt aktualisiert: 28.10.2008Rees (RPO). Ein Hörgenuss der besonderen Art erwartete die vielen Besucher zu Abschluss der Kirchenmusiktage in der gut besetzten Mariä-Himmelfahrt-Kirche. Das anspruchsvolle Programm wurde von Chor und Streichquartett exzellent bewältigt und zeigte einmal mehr die qualitätsvolle Arbeit, die in der Pfarrgemeinde in Bezug auf musikalische Darbietungen geleistet wird.
„Bleib bei uns, denn es will Abend werden“, hieß es im Abendlied von Josef Rheinberger. Auch im „Ave Maria“ von Julius van Nuffel, im „Locus iste“ von Anton Bruckner und in Liedern wie „Gottheit tief verborgen“, „Herr, deine Güte“ und „Gottes Lob wandert“ kam die Harmonie des mehrstimmigen Gesanges zum Ausdruck. Strahlende Soprane, unterstützt von sauberen Altstimmen und voluminösen kraftvollen Männerstimmen begeisterten die Musikliebhaber. Angenehm klangen die Töne in der herrlichen Akustik des Kirchenraumes nach.
Zwischendurch ließen die Instrumentalstücke des Cerilla-Quartetts, professionell und exzellent dargebracht von Esther-Marie Verbücheln und Josefine Knoblich an der Violine, Britta Hansen an der Viola und Kerstin Schnelting am Violoncello, die Herzen der Klassikfreunde höher schlagen. Musik auf höchstem Niveau erklang unter anderem mit den Werken „Air Gavotte I – II aus der Orchestersuite Nr. 3 D- Dur“ von Bach, dem „Quartett in G“ und „Rondo in G“ von Mozart und dem Polowetzer Tanz von Alexander Borodin. Der Mariä Himmelfahrt Chor, bestehend aus gut 30 Frauen und etwa einem Dutzend Männern, der viele junge Stimmen in seinen Reihen hat, zeigte auch in getragenen und leisen Passagen, wie in dem Lied „O Jesu, all mein Leben bist du“ von Anton Heiller, eine durchgehend hervorragende Stimmqualität.
„Irischer Segen“
Weiter standen „Wäre Gesanges voll unser Mund“, „Psalm 43 - Richte mich Gott“ von Felix Mendelssohn und „Irischer Segen“ von Nicolas Kedrov“ auf dem Programm, zum Teil von Klaus Lohmann auf dem Klavier unterstützt. Besonders stimmungsvoll war das Lied „Gib mir die richtigen Worte“ von Klaus Heizmann, das Fabiola Hallen gekonnt auf der Querflöte begleitete. Mit einem jubelnden „Jubilate Deo“ von László Halmos endete das Konzert.
Die Zuhörer waren begeistert und dankten mit Ovationen für die niveauvolle Aufführung.
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