Rees: Abschied von der Groß-Mensa
VON SEBASTIAN LATZEL - zuletzt aktualisiert: 14.05.2011Rees (RPO). Beim Mittagessen wird es bei den bisherigen Lösungen am Schulzentrum bleiben. Nicht optimal ist die Situation am Gymnasium. Die Mensa im Foyer der Turnhalle sollte nur ein Provisorium sein. Sie wird zur Dauerlösung.
Eine Groß-Mensa am Schulzentrum ist erst einmal vom Tisch. Wie berichtet, sprach sich der Schulausschuss gegen die Stimmen der SPD für dezentrale Lösungen an den Schulen aus. Das bedeutet, dass Mittagessen wie bereits jetzt jeweils an den einzelnen Schulen ausgeteilt wird.
Während an der Realschule allerdings eine Cafeteria eingerichtet und an der Hauptschule ein Bereich im Zuge des Neubaus als Cafeteria gestaltet wurde, gibt es am Gymnasium weiter eine Lösung im Foyer der Sporthalle. Eine Variante, die auch die Fachleute, die im Auftrag der Firma komplan die Schulen untersucht haben, nicht optimal finden. "Der Aufenthaltsraum für das Mittagessen ist zwar groß genug, allerdings ist der Bereich der Essensausgabe zu klein", stellte Peter Steiner von komplan fest.
An zwei Tagen
Dienstags und donnerstags ist Mensa-Betrieb im Foyer der Turnhalle.
Dienstags kommen 110 Schüler zum Essen von rund 400, die Nachmittagsunterricht haben.
Am Donnerstag 50 von 150.
Vier Mütter geben im Wechsel das Essen aus, das von Voss geliefert wird. Die Frauen werden auf Stundenbasis bezahlt.
Zumal es dazu kommen wird, dass immer mehr Schüler auch nachmittags noch in der Schule sind. Denn durch die Verkürzung der Schulzeit auf zwölf statt 13 Jahre sind in der Oberstufe künftig 34 Wochenstunden statt bisher 30 vorgeschrieben. Wegen der vielen Kurse gibt es erfahrungsgemäß auch Freistunden, so dass Oberstufenschüler wohl rund 40 Stunden pro Woche an der Schule sind. Wer dann auch noch Kurse am Kooperations-Gymnasium in Kalkar belegt hat, muss sich auf noch längere Zeiten einrichten.
Schulleiter Roman Claus wies darauf hin, dass die Lösung in der Turnhalle erst einmal als Provisorium gedacht war. "Eine Sporthalle bleibt nun einmal eine Sporthalle mit ihren typischen Gerüchen. Es ist fraglich, ob das auf Dauer eine gute Lösung ist", sagte der Rektor des Gymnasiums im Schulausschuss.
Vor allem der Geruch ist doch sehr störend. Daher will die Stadtverwaltung hier auch ansetzen. "Die Lüftungsprobleme in der Turnhalle sollen in nächster Zeit angegangen werden", erläutert Bauamtsleiterin Elke Strede. Fakt sei aber, dass es dabei bleibe, dass die Mensa des Gymnasiums weiter im Foyer der Turnhalle bleibe. Das Provisorium wird Dauerlösung.
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