Emmerich: Auf dem Land wird nachgetankt
zuletzt aktualisiert: 08.05.2008Emmerich (RPO). REES / ISSELBURG (zel) Der Einsatz des Helikopters an der Autobahn ist ein Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen. Der Bereich zwischen Rees und Wesel wurde ausgesucht, weil dort besonders viele Eichen stehen.
Außerdem liegt die Autobahn hier quer zur üblichen Windrichtung. Daher besteht die Gefahr, dass die Härchen von den Prozessionsspinnern weit in die an die Autobahn angrenzenden Gebiete geweht werden. Die Raupenhaare sind besonders gefährlich. Werden diese unsichtbaren Haare eingeatmet, kann es zu Entzündungen der Luftwege kommen. Auch auf der Haut können die giftigen Härchen zu allergischen Schockreaktionen führen. Starker Juckreiz oder Rötungen sind möglich.
Im Mai beginnt die Raupenzeit des Eichenprozessionsspinners. Bei ihm handelt es sich um eine Mottenart, die von Juli bis September aktiv ist.
Damit sich das Mittel bei der Bekämpfung gleichmäßig verteilt, ist trockenes Wetter für die Aktion notwendig. Die Bedingungen gestern waren optimal. Wird auf ihrem Land gesprüht, müssen Landwirte die Kosten dafür selbst übernehmen. Drei Liter Bio-Mittel, die in 40 Liter Wasser aufgelöst werden, werden pro Hektar verspüht.
Bio-Mittel im Einsatz
Die Raupen werden mit einem Spezialmittel bekämpft, das biologisch und absolut ungefährlich für Menschen, Tier oder Wasser ist.
„Dipel ES“ ist eine biologische Substanz mit dem Bazillus Thuringiensis. Für die Raupen ist das Mittel tückisch: Es handelt sich um Kristalle, die von den Raupen aufgenommen werden.
Beim Verdauungsprozess führt das Mittel dazu, dass die Darmwand gelähmt wird. Die Folge: Die Raupe verhungert.
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