Emmerich: Auf den Spuren Kolpings
VON IVONNE RUPPRECHT - zuletzt aktualisiert: 04.06.2007Emmerich (RPO). Die Kolpingfamilie Elten feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Das Motto „Vorfahrt für Familie“ soll in der Festwoche, die mit Veranstaltungen gespickt ist, in die Tat umgesetzt werden. Zum Auftakt gab es eine Reise in die Vergangenheit.
Ob Karnevalssitzung, Weihnachtsmarkt, Wanderungen, Podiumsdiskussionen oder Informationsabende: Die Kolpingfamilie ist aus dem gesellschaftlichen und kirchlichen Leben in Elten nicht wegzudenken. Ganz nach dem großen Vorbild, Adolph Kolping, wirkt die sie nun schon seit 125 Jahren. Auch heute noch stehen bei der Kolpingfamilie Jugendarbeit und Bildung im Vordergrund.
Am Samstagabend begann die Festwoche zum 125-jährigen Jubiläum, die unter dem Motto „Vorfahrt für Familien“ steht. Nach Gottesdienst und Kranzniederlegung am Ehrenmal eröffnete der Vorsitzende Wilhelm Kampmeier eine große Fotoausstellung im Kolpinghaus. Zahlreiche Vereine und ortsansässige Einrichtungen waren erschienen, um Glückwünsche zu überbringen.
Programmpunkte
Karl Schiewerling (MdB) wird am Dienstag zum Thema „Als Kolpinger für Familien im Bundestag eintreten“ referieren.
Nach einem Tanzabend am Samstag wird am Sonntag beim Festakt die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Barbara Hendricks über die Familienpolitik der Bundesregierung sprechen.
Unterhaltsamer Rückblick
Die Fotoausstellung zeigte auf unterhaltsame Weise einen schönen Rückblick auf 125 Jahre gelebte und praktizierte Gemeinschaft in Elten. Erinnerungen an zahlreiche Aktionen – Zeltlager, Heinzelmännchen-Einsatz und viele Ausflüge. Eine monatliche Einrichtung ist die Runde „Dienstags bei Kolping“, für die zu den unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Themen Referenten eingeladen werden. Ein echtes „Schätzchen“ ergänzte die ansprechend gestaltete Ausstellung: die Originalstatuten aus dem Gründungsjahr 1882. Für alle, denen die Sütterlin-Schrift Schwierigkeiten bereitete, war auch die „Übersetzung“ ausgehängt. Ebenfalls aus der Gründungszeit stammt die große Fahne der Kolpingfamilie, die für die Festwoche noch mal ein wenig restauriert wurde.
Die Kolpingfamilie Elten ist nicht nur eine der ältesten Kolpingfamilien im Umkreis, sondern auch eine mit besonders gut ausgeprägter Jugendarbeit. Bei 292 Mitgliedern bestehen keine Nachwuchssorgen.
Nach dem gelungenen Auftakt folgt nun eine Festwoche mit einem vielfältigen Programm für Jung und Alt mit dem Schwerpunkt „Familie“. Auch hier befindet sich der Verein auf den Spuren Kolpings, der die Familie als die wichtigste Sozialgemeinschaft sah: „Das erste, was der Mensch im Leben vorfindet, und das letzte, wonach er die Hand ausstreckt, und das Kostbarste, was er besitzt, auch wenn er es nicht achtet, ist das Familienleben.“
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