Emmerich: „Nachschlag“ für Stiftung
VON CHRISTIAN HAGEMANN - zuletzt aktualisiert: 09.06.2007Emmerich (RPO). 6000 Euro haben die Emmericher mittlerweile gespendet, damit auch künftig Kinder ein Mittagessen in der Ganztagsschule bekommen. Und jetzt hilft auch noch die „Metro“-Gruppe. Mit Lebensmitteln.
12 000 Euro fehlen bislang in der Kasse der Waisenhaus-Stiftung. Das ist das Geld, das fehlt, weil sich einige Eltern die tägliche 2,50 Euro für das Mittagessen ihres Kindes in der Offenen Ganztags-Grundschule in Emmerich nicht leisten können. Andere könnten es, geben das Geld aber lieber für andere Dinge aus.
Die Waisenhaus-Stiftung, die als Trägerin der Ganztagsschule auch für die Finanzen gerade stehen muss, hat entschieden, dass alle Kinder in der Ganztagsschule ein Mittagessen bekommen. Auch die 30 Kinder, deren Eltern dafür nicht bezahlen.
Geld sogar von Rüttgers?
Das Spendenkonto
Wer für die Kinder der Ganztagsschule spenden möchte, kann Geld an die Waisenhaus-Stiftung überweisen. Das Spendenkonto:
Stadtsparkasse Emmerich-Rees, BLZ 358 500 00,
Kontonummer 114777,
Stichwort „Spende Essensgeld“
Die RP hat vor wenigen Tagen mehrfach über die Finanznot der Stiftung geschrieben und zu Spenden aufgerufen. Es hat gewirkt. 6000 Euro sind mittlerweile auf dem Spendenkonto der Stiftung eingegangen. Geholfen haben Privatpersonen, aber auch Firmen. Und möglicherweise bekommt die Stiftung ja auch noch Geld vom Land Nordrhein-Westfalen. Ministerpräsident Rüttgers hat in einem Brief an alle Bürgermeister in NRW appelliert, allen Kindern zu helfen, dass die Mahlzeit am Mittag gesichert ist. Offenbar ist auch in Düsseldorf das Problem erkannt worden, das es nicht nur in Emmerich gibt.
Stiftungs-Geschäftsführer Hans-Jürgen Kraayvanger jedenfalls hat Rüttgers direkt geantwortet und die Arbeit der Stiftung vorgestellt. Rüttgers hat in Aussicht gestellt, dass einzelnen Initiativen unterstützt werden.
Hilfe bekommt die Emmericher Stiftung nun auch von der „Metro“-Gruppe. Bei den „Cash & Carry“-Märken in Duisburg und Krefeld bekommt die Stiftung nach den Sommerferien für alle Kinder Milchprodukte sowie Obst und Gemüse. Das ist immerhin eine Ersparnis von 1500 Euro im Monat.
Das Geld kann die Stiftung gut gebrauchen. Denn selbst wenn in diesem Jahr das Defizit durch Spenden gedeckt wird, bleibt das Problem im kommenden Jahr bestehen.
Kraayvanger: „Wir haben keine Scheu auch Mahnverfahren gegen einzelnen Eltern einzuleiten. Aber in Fällen, in denen wir wissen, dass nichts zu holen ist und wir möglicherweise sogar auf den Kosten des Verfahrens sitzen bleiben, lassen wir es sein.“
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