Emmerich: „Warum nicht gleich so?“
VON WOLFGANG HOPPE - zuletzt aktualisiert: 26.11.2007Emmerich (RPO). Seit einem Monat präsentiert sich das Rheincenter in neuem Gewand. Anlass für ein erstes Fazit, das bei Kunden und Geschäftsleuten durchaus positiv ausfällt.
Viel Lob, aber auch einige kritische Anmerkungen gibt es nach dem ersten Monat im neuen Rheincenter seitens der Betreiber und Besucher. Einig waren sich alle Befragten: „Ein gelungenes Werk – warum nicht gleich so?“ Susanne Palige von C & A ist ganz begeistert: „Es macht Spaß, hier zu arbeiten. Kundschaft gibt es von morgens bis abends, und die Leute sind nett.“
„Wir wussten gar nicht, dass es hier nur Kleidung für Frauen und Kinder gibt“, sagt Heinrich Hüting aus Millingen, der mit seiner Frau Lucie jeden Mittwoch in Emmerich einkaufen geht. „Kids und Woman sagt uns nichts. Warum schreibt man nicht deutsch?“
Grundstein schon 1997
Der Grundstein fürs Rheincenter wurde im Oktober 1997 gelegt. Im November 1998 fand das Richtfest statt. Im September 1999 erfolgte dann die Eröffnung.
Eigentümer ist die Rheinparkcenter GbR, die das Unternehmen von der PEG im Jahr 2005 gekauft hat.
Beide Firmen gehören der Familie Wessels, die zwei Millionen Euro in den Umbau steckte.
Die Verkäuferinnen von „Takko“ werben: „Bei uns gibt es alles, sogar für Übergrößen. Das Geschäft ist bestens eingeführt und wurde mit dem Umbau erweitert.“ Susanne Füllgräber wohnt in Kleve und arbeitet bei „Cruse fashion“. „Es ist unsere 40. Filiale. Unser Chef will das Angebot eventuell später auch auf Herrenbekleidung, so wie in einigen unserer Häuser, ausdehnen, je nachdem, wie es läuft.“ Sie versteht nicht, warum nicht auch die Geschäfte in der Kaßstraße die Öffnungszeiten des Rheincenters übernehmen. Außerdem wünscht sie sich mehr Unterstützung seitens der Stadt bei Weihnachtsschmuck und Weihnachtsbeleuchtung. „Wir Geschäftsleute machen schon viel, doch die Stadt muss mehr tun“, fordert sie. „Nicht nur einen Weihnachtsbaum am Rathaus.“
Das entspricht auch den Ideen von den frisch gebackenen Urgroßeltern Dieter und Irmgard Raske aus Hüthum: „Hier muss unbedingt ein kleines Cafe hin. Wir würden uns gerne mal gemütlich hinsetzen können. Und dann heißt es: Aber bitte mit Sahne!“
Serana und Gabriele Hoppe aus Emmerich sind der gleichen Meinung: „Entweder ein Cafe oder eine Eisdiele. Das ist es in Bocholt, Kleve, Krefeld längst selbstverständlich.“ Außerdem finden sie, dass das Angebot im Rheincenter zu einseitig ist: „Zuviel Kleidung, zu wenig Anderes.“ Und sie haben noch einen Verbesserungsvorschlag: „Das alte REWE-Gebäude auf dem Neumarkt ist für einen Baumarkt geeignet. Der fehlt hier dringend. Nicht jeder hat ein Auto, um nach Obi zu fahren“.
„Wir Männer würden hier gerne mal ein Schwätzchen halten, während unsere Frauen einkaufen“, sagte Alfred Tenhaef. „Wenn schon kein Cafe, dann gehören zumindest ein paar Bänke hier ins Rheincenter. Vor Weihnachten wäre auch ein Glühwein-Stand angebracht.“ Maria Praest von „Twinkle Modeland“ findet, dass links und rechts des Rheincenters genügend Gastronomie vorhanden ist: „Man muss nur zur Tür hinausgehen.“
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