Emmerich: Betuwe: Wo was hin soll
VON LUTZ KÜPPERS - zuletzt aktualisiert: 13.01.2009Emmerich (RPO). Heute fällt im Ausschuss für Stadtentwicklung eine Vorentscheidung in Sachen Betuwe/Bahnübergänge: Die Politik beschließt, mit welchen Forderungen sie in die Verhandlungen mit der Bahn geht.
In Sachen Betuwe werden die Planungen immer konkreter: Heute Abend wird der Ausschuss für Stadtentwicklung beschließen, mit welchen Forderungen die Stadt in die Verhandlungen mit der Bahn bei der Beseitigung der Bahnübergänge gehen kann. Die stehen im Sommer dieses Jahres an, wenn das so genannte Planfeststellungsverfahren eröffnet wird. Die RP stellt die Überlegungen der Verwaltung vor.
Für PKW, nicht für LKW
In Praest soll eine Brücke den bald geschlossenen Bahnübergang an der Kerstenstraße ersetzen. An der Sulenstraße könnte eine Unterführung für Radfahrer und Fußgänger dafür sorgen, dass die Anwohner noch auf die andere Seite der Gleise gelangen können. An der Raiffeisenstraße wünscht sich die Stadt eine „kleine“ Unterführung, die tief genug für PKW, aber nicht passierbar für den LKW-Verkehr ist. An der von-der-Recke-Straße würde die Stadt gerne eine „große“ Unterführung – also auch für LKW – sehen.
Heute im Rathaus
Der Ausschuss für Stadtentwicklung diskutiert heute über die Beseitigung der Bahnübergänge. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Jeder Interessierte ist willkommen.
Wird sich der Ausschuss einig, könnte das Konzept schon am 3. Februar im Rat beschlossen werden. Anschließend ginge es in die Verhandlungen mit der Bahn.
In Richtung Vrasselt könnte als Ersatz für die Übergänge Grüne Straße und Broichstraße eine komplette Verkehrsunterführung an der Broichstraße entstehen. Am Schwarzen Weg wünscht sich die Stadt eine Fußgängerbrücke. Der Übergang an der Jahnstraße wird ersatzlos gestrichen.
Wie berichtet, entsteht am Löwentor eine Verkehrsunterführung, die am dann neuen Kreisverkehr bei „Aldi“ beginnt. Zusätzlich wird eine Fußgängerbrücke gebaut. Da besteht Einigkeit zwischen Bahn und Stadt. Was aber nicht für den Übergang an der ’s-Heerenberger Straße gilt. Hier will die Bahn lediglich eine „kleine“ Verkehrsunterfühung mitfinanzieren, die dann aber für den Schwerlastverkehr unpassierbar wäre. Dies will die Stadt aber nicht, da es sich um eine Nord-Süd-Verbindung handelt.
Auch am Borgheeser Weg herrscht noch Uneinigkeit: Hier will die Bahn gar keinen Übergang finanzieren. Der Übergang soll einfach nur geschlossen werden. Das will die Stadt aber nicht mitmachen, da sonst Borghees und Oberhüthum quasi von der Stadt abgeschnitten werden. Deshalb wird die Stadt hier für eine „kleine“ Verkehrsunterführung plädieren. Wobei die Stadt die Kosten von etwa zehn Millionen Euro dann auch alleine stemmen müsste.
Verkehr unter die Gleise
In Hüthum an der Felix-Lensing-Straße will die Bahn eine Brücke für die Autos. Ein Vorhaben, dass die Hüthumer aber mehrheitlich ablehnen. Sie wollen lieber, dass der gesamte Verkehr unter die Gleise gelegt wird. Jetzt hofft die Stadt, dass die Bahn per Umweltverträglichkeitsprüfung quasi dazu gezwungen wird, die optisch ansprechendere Variante zu wählen.
In Elten möchte die Stadt an der Lobither Straße und an der Zevenaarer Straße Brücken für den Verkehr erstellen. Ursprünglich hatte man an der Lobither Straße noch eine Unterführung für den Verkehr gefordert. Kommt die Brücke, wäre auch klar, dass die Straße mitten auf dem Sportplatz von Fortuna Elten enden wird. Womit sich der Club eine neue Heimat suchen müsste.
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