Rees: Bewegung nur für Millingen
VON MARKUS BALSER - zuletzt aktualisiert: 14.01.2011 - 12:03Rees (RPO). Betuwe: Während die Stadt ihre Position zum Ortsteil Empel bei den Gesprächen in Düsseldorf nicht durchsetzen konnte, gibt es für Millingen zumindest einen Lösungsansatz. Nun muss ein Gutachten entscheiden.
Wie bereits berichtet, hatten Bürgermeister Christoph Gerwers und Bauamtsleiterin Elke Strede an den Konsensgesprächen in Sachen Bahnübergangsbeseitigungen im Zuge der Betuwe-Linie teilgenommen. Auf Einladung des NRW-Verkehrsministeriums waren am Mittwoch Vertreter der DB Netz AG, der DB Projektbau GmbH sowie des Verkehrsministeriums NRW, des Bundesverkehrsministeriums, des Eisenbahnbundesamtes EBA und des Landesbetriebs Straße NRW zusammen gekommen, um mit Vertretern der betroffenen Kommunen über die Beseitigung der schienengleichen Bahnübergänge zu sprechen, bei denen bisher noch kein Konsens erzielt werden konnte.
Nach der Information der Fraktionsspitzen schilderte der Bürgermeister gestern Abend die Inhalte der Gespräche. "Einen Konsens", so sein Fazit, "konnten wir nicht erzielen, aber es zeichnen sich zumindest Lösungsansätze ab, die nun aber noch sorgfältig beraten werden müssen."
Empel:
Keinen Erfolg hatte die Stadt in ihren Bemühungen um den Ortsteil Empel. Das Land hatte bereits im Vorfeld formuliert, dass eine Pkw-Unterführung im Bereich des heutigen Bahnübergangs an der Reeser Straße nicht für erforderlich gehalten werde. Daraufhin legten Gerwers und Strede die Gründe und Argumente für eine kleine, innerörtliche Pkw-Unterführung dar, insbesondere die Situation der Landwirtschaft und die gefährlichen Kreuzungs- und Einmündungsbereiche an der Bundesstraße B 67. Die beteiligten Vertreter aus Bund, Land, Bahn und Eisenbahnbundesamt lehnten diese Forderung dennoch ab und schlossen eine Kostenbeteiligung aus. Der Landesbetrieb Straßen NRW sicherte jedoch eine nochmalige sorgfältige Prüfung der gewünschten Ampelanlage an der Kreuzung B 67/Schwarzer Weg/ Halderner Straße zu.
Millingen:
Bewegung gab es hingegen für den Ortsteil Millingen. Zwar lehnte die Bahn eine zusätzliche kleine Pkw-Unterführung in der Ortsmitte ab, jedoch sieht es gut für die von der Stadt gewünschte nördliche Variante aus. Noch im November hatte das Land einen Trassenverlauf im Bereich des Neubaugebietes Rükenbuschfeld favorisiert. Für die Stadt kommt aber nur eine nördlich verlaufende Variante in Frage. "Sie ermöglicht die Anbindung der Bruchstraße", so Gerwers. Besonders aus Gründen der Entlastung des Ortskerns vom Durchgangsverkehr wird die Variante über die Straße "Schaffeld" favorisiert.
Angesichts der Möglichkeit einer kombinierten Lösung für Haupt- und Bruchstraße sprachen sich auch die Vertreter der Bahn für eine der nördlichen Varianten aus. Die Vertreter des Landes signalisierten dafür ebenfalls Unterstützung, machten aber deutlich, dass nun ein Umweltverträglichkeitsgutachten den Ausschlag geben muss. Es soll voraussichtlich bis Ende März vorliegen.
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