Emmerich: Bündnis stimmt zähneknirschend zu
VON LUTZ KÜPPERS - zuletzt aktualisiert: 20.02.2010 - 17:23Emmerich (RPO). Im Streit um die Umgestaltung des Rheinparks hat es nach RP-Informationen am späten Freitagabend einen Kompromiss gegeben: Offensichtlich zähneknirschend stimmte das Aktionsbündnis "Mehr Bäume für Emmerich" nach drei Stunden dem Vorschlag der Verwaltung zu, wonach 30 statt wie bisher vorgesehen 50 Bäume gefällt werden.
Gleichzeitig sollen als Ausgleich 22 größere Bäume als Ersatz außerhalb der Grünfläche gepflanzt werden. Die alte Trauerweide am Ehrenmal wird mit speziellen Maßnahmen behandelt und bleibt erhalten. Gleichzeitig sicherte die Verwaltung den Naturschützern zu, das Wurzelwerk bei der Umgestaltung zu schonen. Mit dem Vorschlag, den Soccerkäfig nicht in den Park zu verlegen, "blitzte" das Bündnis bei der Verwaltung ab. Auch der Vorschlag, zuerst eine Attrappe in den Park zu stellen, um die Wirkung der Anlage zu testen, lehnte die Verwaltung ab.
Trotz der Zustimmung der Baumschützer, die hier wohl nach dem Motto "Weniger ist mehr als gar nichts" gehandelt haben, wird es wohl noch ein gerichtliches Nachspiel geben. Denn das Aktionsbündnis wird die Ablehnung ihres Bürgerbegehrens gegen die Umgestaltung des Parks nicht akzeptieren. Das hatte der Rat am Mittwoch entschieden. Über die Zulässigkeit ihres Begehrens muss nun das Verwaltungsgericht in Düsseldorf entscheiden.
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