Rees: Cocktail für Köln
VON LENA VERFÜRTH - zuletzt aktualisiert: 01.06.2007Rees (RPO). Mit ihrem Irischen Folk hat die Reeser Band „Lizzy’s Cocktail“ so viele Freunde gefunden, dass sie Anfang Juni beim Straßenfest am Kirchentag in Köln dabei ist. Auf der Bühne, selbstverständlich.
Vielleicht hätte Irland beim jüngsten Eurovision Song Contest doch bei ihrer traditionellen Folk-Musik bleiben sollen. Die Band „Lizzy’s Cocktail“ aus Rees zeigt nämlich, dass feinster Folk durchaus gern gehört wird. So gerne sogar, dass die irisch-deutsche Band auf dem 31. evangelischen Kirchentag, der vom 6. bis zum 10. Juni in Köln stattfindet, auftreten darf.
Abend der Begegnung
Am so genannten Abend der Begegnung wird die charmante Folk-Gruppe um 18.30 Uhr in der Kölner Altstadt auf der Niederrhein-Bühne eine Kostprobe ihres Könnens liefern. „Unser wichtigstes Engagement bisher“, verrät Bandmitglied Holger Kapteinat. Ein eigens für dieses große Straßenfest konzipierter Cocktail, der – da sind sich die Musiker bei der Verkostung einig – „nicht so grün schmeckt wie er aussieht“, soll die Zuhörer auf die „grüne Insel“ und somit auf ihre Musik einstimmen. Mit Waldmeister, Orangensaft und alkoholfreiem Blue Curaçao, also durchaus auch Jugend- und Autofahrer-geeignet.
Hinter „Lizzy’s Cocktail“ stecken acht Bandmitglieder aus der Umgebung von Rees, die sich seit drei Jahren regelmäßig zum gemeinsamen Musizieren treffen. Namensgeberin der Truppe ist Lizzy, die Tochter von Schlagzeuger John Collins. „Wir spielen zu einer Hälfte irische Musik und zur anderen Hälfte kreuz und quer gemischte Musik aus aller Welt, von jiddischen Liedern über amerikanische Volkslieder bis hin zu Tango-Stücken“, erzählt der Kalkarer Günter Minor. Wie ein bunter musikalischer Cocktail eben.
Mit volkstümlichen Instrumenten wie Akkordeon, Mandoline, verschiedenen Blockflöten, Gitarren und der Bodhran, einer typisch irischen Rahmentrommel, werden Instrumentalstücke gespielt, oder die Sänger begleiten das ganze. Lizzy‘s Cocktail bedient sich vorwiegend alten Liedguts „über Liebe, Krieg, Auswanderung, Hungern, Sterben, eben alles, was die Menschen bewegt“, erklärt der aus Irland stammende Reeser John Collins. Nicht zuletzt mit ihm gibt es also eine reale Verbindung zur „grünen Insel“.
Echter Glücksbringer
Als „Quoten-Ire“ der Gruppe steuerte Collins neben dem irischen Touch auch die erste Hälfte des Bandnamens bei: Lizzy heißt seine inzwischen fast zweijährige Tochter, der Glücksbringer der Band. Regelmäßig gibt es offene Sessions, bei der jeder, der ein Instrument mitbringt, die Gruppe begleiten kann. Oder einfach zuhören, sein Guinness-Stout trinken und mit dem Fuß wippen, ganz wie es in Irland üblich ist.
Auch im Anschluss an den relativ kurzen Auftritt beim Kirchentag dürfen am Stand der Niederrheiner die Gäste gerne wieder selbst zum Instrument greifen und bei einem giftgrünen Getränk folkloristische Klänge anstimmen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



