Emmerich: Die Mischung stimmt
VON BENJAMIN FEYEN - zuletzt aktualisiert: 15.12.2008Emmerich (RPO). Handwerker, Harfenmusik und Heißgetränke: Der Emmericher Weihnachtsmarkt war zwar klein, kam dafür aber bei vielen Besuchern gut an. Die Kombination mit dem verkaufsoffenen Sonntag funktionierte.
„Schön klein und nicht so kommerziell.“ Wie Christiane Hücking wird es gestern den meisten Besuchern gegangen sein: Große Sympathie für einen gerade durch seine Schlichtheit ansprechenden Emmericher Weihnachtsmarkt. Handwerker, Harfenmusik und Heißgetränke – so wünscht man sich einen Weihnachtsmarkt.
Christine Hücking ist dafür extra aus Duisburg gekommen; in der Zeitung hatte sie darüber gelesen und ist mit ihrem Mann spontan nach Emmerich gefahren. Nachdem der Markt im vergangenen Jahr aus Kostengründen ausgefallen ist, holte die Emmericher Werbegemeinschaft (EWG) auf Wunsch ihrer Mitglieder und vieler Bürger jetzt wieder weihnachtliche Atmosphäre auf den Rathausplatz. Damit verbunden war ein verkaufsoffener Sonntag, der zusätzlich Publikum in die Innenstadt lockte.
Positiv überrascht
Selbstgemachtes stand bei den Ständen im Vordergrund. Und es gab viel zum Zugucken: Ein Kupferschmied zeigte sein Handwerk ebenso wie ein Korbmacher und ein Senfproduzent; Kerzen wurden gedreht und Porzellan bemalt. Herrliche Düfte von Gewürzen und Tee durchzogen die Luft. Für die ganz Kleinen gab‘s das Märchenzelt und ein historisches Karussell.
„Ich bin positiv überrascht“, freute sich Reiner Janßen. Der Klever hatte Frau, Kinder, Oma und Hund gleich mit ins Auto gepackt und genoss mit seiner Familie erst einmal die kulinarischen Leckerbissen – schließlich war von Gebäck und Crepes über Reibekuchen und Würstchen bis hin zu Glühwein und Kakao alles da, was der Gaumen begehrte. Bei so viel Weihnachtsfreude wurden auch die Ärmsten nicht vergessen: So bot die Initiative „Kinder von Tschernobyl“ Plätzchen und Marmeladen an; für den selben guten Zweck verkaufte die Prinzengarde ebenfalls Plätzchen.
Der Förderkreis „Äthiopien“ unterstützte mit seinem Stand die Arbeit von Schwester Inge Jansen für das Attat Krankenhaus in dem ostafrikanischen Land. Ralf Verhey war zufrieden: „Es sind sehr viele Leute hier, auch von außerhalb“, freute sich der stellvertretende EWG-Vorsitzende. Die Kombination mit dem verkaufsoffenen Sonntag scheine sich zu bewähren, so Verhey. Tatsächlich war in der ganzen Innenstadt viel los. Viele Einzelhändler hatten geöffnet. Und sogar der Weihnachtsmann höchstpersönlich war mit seinen Engeln unterwegs.
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