Rees: Ehrenamt: ganz ausgezeichnet
VON GISELA BLAUZA-GRAF - zuletzt aktualisiert: 14.11.2007Rees (RPO). Wer sich ehrenamtlich engagiert, soll auch belohnt werden. Mindestens öffentlich. Das tut die Stadt Rees bereits seit einigen Jahren. Jetzt auch wieder. 20 Reeser bekamen die Silberne Ehrennadel.
Die Idee ist schon sechs Jahre alt. Im Jahr 2001 beschloss der Rat, einmal im Jahr verdiente Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement auszuzeichnen. Dafür gibt es die Silberne Ehrennadel. 20 Menschen aus allen Ortsteilen bekommen sie jährlich. Aber so einfach ist es gar nicht, dabei gerecht zu bleiben.
So bittet im Sommer der Bürgermeister zum Beispiel einen der beiden Geistlichen der Stadt – abwechselnd den katholischen und den evangelischen - ihm als objektive oder von Amts wegen unparteiische Zeugen bei der Auswahl behilflich zu sein. Und das Verfahren selbst ist auch nicht ganz einfach – wie Sie im neben stehenden Info-Kasten lesen können. Trotzdem: Es klappt immer – und am Montag abend wurde es bei der Feierstunde im Bürgerhaus feierlich.
Das Verfahren
160 Vereine und Organisationen gibt es im Raum Rees. Da man nicht alle berücksichtigen kann, werden 20 Organisationen per Los ausgewählt und schriftlich gebeten, einen Menschen aus ihrer Mitte zu benennen, dessen ehrenamtlicher Einsatz zum Funktionieren unserer Gesellschaft und zum Erhalt der Lebensqualität seiner Mitmenschen beiträgt.
Dr. Bruno Ketteler: „In Rees gibt es eine große Bandbreite ehrenamtlichen Engagements. Bürgerschaftlich Engagierte bilden eine tragende Säule der heutigen Gesellschaft.“ Die Ehrenamtler wurden vom Bürgermeister und seinen beiden Stellvertretern Mariehilde Henning und Harry Schulz nicht nur mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet, sondern bekamen auch noch eine Urkunde.
Die Träger der Ehrennadel sind:
Herbert Arendsen und Karl-Heinz Böing vom Reeser Karnevalsverein, Stefan Te Baay vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Josef Becker für sein Verdienst um die Völkerverständigung, Mechthilde Belitzki von der evangelischen Kirchengemeinde Rees, Willi Brüggemenn vom Tambourcorps Bienen, Hans-Günter Daniels vom Turnverein Rees, Peter Ernsting stellvertretend für die Helfer des Agnesheims, Leo Fischer vom Pfarrcäcilienchor St. Georg Haldern, Irene Geißler von der Evangelischen Frauenhilfe Haldern, Alois Hartmann vom Männerchor und „Junger Chor Haldern“, Hermann Heßeling vom Angelsportverein „Fair Drill Haldern“, Angela Holtmann für den Vorstand der Kindertageseinrichtung „Villa Kunterbunt“, Edwin Irro für Lebenshilfe und SV Rees, Beatrix Kruse vom Jugendheim St. Vincentius Mehr, Jörg Lankes für den Vorstand des Judo-Clubs Haldern, Jörg Möllenbeck für die St. Quirinius-Schützenbruderschaft, Johann Venhorst für sein gesellschaftliches und politisches Engagement für den Ortsteil Haffen, Karl Vierhaus für die Freistellung seiner Mitarbeiter für Feuerwehreinsätze, Wilhelm Woida vom Reeser Ruderverein (Abteilung Segeln, Surfen, Tauchen).
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