Haldern: Ehrung in Abwesenheit
VON GISELA BLAUZA-GRAF - zuletzt aktualisiert: 15.01.2007Haldern (RPO). Am Samstag veranstaltete der Männerchor Haldern seinen jährlichen Kameradschaftsabend in der Gaststätte Tepferd. Dabei wurde besonders Wolfhard Wirth gelobt, der leider nicht anwesend sein konnte.
Das Eröffnungslied des Jahresfestes „Es war so schön mit dir ...“ zu der Melodie „Those were the days“ von Edith Piaf schien eine Homage an die ebenfalls anwesenden Sängerfrauen zu sein. Bevor sich alle an den festlich geschmückten Tischen dem guten Essen widmeten, würdigte Karl-Heinz van Bruck die Verdienste derjenigen, die zum Gelingen des Abends und der Chorarbeit maßgeblich beigetragen haben. Die Männer des Festkomitees, Heinz Hildenhagen, Norbert Fenger, Willi Kisters und Werner Postulart, bekamen einen Gutschein, um sich mit ihren Frauen bei Kaffee und Kuchen am Rheinufer von den Vorbereitungsanstrengungen erholen zu können. Michael Oostendorp, der mit seinem Keyboard immer für den Jungen Chor einsatzbereit ist, wurde mit einem Kinogutschein belohnt. Alois Hartmann, immer da als Vertreter für Chorleiter Wolfhard Wirth und Kontaktmann zwischen Männerchor und Jungem Chor, bekam neben einer Konzertkarte mit einem Augenzwinkern den Hammer überreicht, von dessen Schlag er sich, etwas genervt, bei Chorproben mit dem Ausruf: „Verflixt noch mal, ich krieg jetzt ‘nen Hammer!“ getroffen fühlte.
Lehrer und Chroleiter
Wolfhard Wirth beeinflusst in vielfältiger Weise das musikalische Leben in Haldern. Er ist Musik- und Deutschlehrer in Aspel und Chorleiter des Männerchors Haldern 1919.
Mit der Gründung des Jungen Chors sorgte er dafür, dass der Nachwuchs Freude am Chorsingen bekommen und die Halderner Chöre auch eine Zukunft besitzen.
Einen besonderen Dank und die Genesungswünsche des ganzen Chores sprach der 1. Vorsitzende dem Mann aus, der wegen seiner schweren Erkrankung nicht anwesend sein konnte: Chorleiter Wolfhard Wirth. Seit dem 1. Februar 1982, also 25 Jahre, leitet Wirth den Chor und konnte von Beginn an durch seine gesellige Art die Zuneigung der Chormitglieder gewinnen. Norbert Messing, 2. Schriftführer, beschreibt das so: „Er machte gleich alles mit. Bei allen Geburtstagen und Feierlichkeiten ist er immer da. Nur bei musikalischen Entscheidungen duldet er keinen Widerspruch.“ Und wenn das Kind im Mann während der Chorproben zu sehr die Oberhand gewinnt, dann fordert Wirth seine Sänger schon mal heraus: „Ich glaube, ich geh’ mal wieder zum Jungen Chor. Die kapieren das schneller!“ Die Sänger dankten dem abwesenden Jubilar mit viel Beifall.
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