Emmerich: Einmalig: die Kirmes
VON LUTZ KÜPPERS - zuletzt aktualisiert: 20.06.2007Emmerich (RPO). Zweimal Kirmes wie in diesem Jahr: Das gibt es in Emmerich künftig nicht mehr. Zum nächsten Promenadenfest wird eine Alternative entwickelt – wie ein Handwerkermarkt. Die hiesigen Schausteller atmen auf.
„Es ist unser Ziel, nicht noch einmal in Emmerich zwei Kirmes-Veranstaltungen in einem Jahr zu feiern.“ Stadtsprecher Herbert Kleipaß stieß mit dieser Aussage auf massive Zustimmung bei den hiesigen Schaustellern des Verbandes Kleve-Geldern, die an der Ausrichtung der traditionellen Kirmes auf dem Geistmarkt immer Anfang Juli beteiligt sind.
Angst ums Image
„Wir hatten schon Angst um unser Image“, gibt Heinrich Janssen offen zu. Dem Vorsitzenden des Schausteller-Verbandes war es natürlich ein Dorn im Auge, dass die Kollegen aus dem Kölner Raum in diesem Jahr vom 20. bis 22. April ebenfalls einen Jahrmarkt aufbauten. Auch auf dem Geistmarkt. Und da genau dieser Teil der Veranstaltung bei der Promenadeneröffnung nicht besonders gut ankam, fürchteten sie, dass der Misserfolg auf die eigene Veranstaltung, die gestern im Rheinmuseum vorgestellt wurde, abfärben könnte. Janssen fügt nämlich hinzu: „Mag sein, dass sich die Kollegen gegenüber der Stadt bei der Promenaden-Eröffnung positiv über die damalige Kirmes geäußert haben.“ Ihn hätten dagegen einige Schausteller gefragt, ob die normale Kirmes denn auch so schlecht wäre.
Beginn mit Freibier
Die Emmericher Kirmes findet von Freitag, 6. Juli, bis Dienstag, 10. Juli, statt.
Beginn: 14.30 Uhr am Freitag vor dem Rathaus mit Freibier und „Happy Hour“.
Montag: Familientag mit ermäßigten Preisen.
Dienstag: Abschluss mit Höhenfeuerwerk.
Keine Bange
Doch keine Bange: Die Veranstaltung rund um Musik-Express, Auto-Scooter, Losbude und Pavillon will mit drei neuen Fahrgeschäften ihre Attraktivität unter Beweis stellen. „Der ,Mixer’ mit seinem Überkopf-Erlebnis als Hochfahr-Geschäft ist sicherlich ein Highlight für Emmerich“, erklärt Dirk Janssen, Sohn von Heinrich Janssen und ebenfalls im Schausteller-Verband engagiert. Das Gerät wird vor dem Rathaus stehen. Ein Gefühl wie bei einer Berg- und Talfahrt verspricht dagegen „Maximum Speed“ – bis kurz vor dem Überschlag. Und auch der „Rotor“ ist neu auf der Emmericher Kirmes: Hier kleben die Menschen durch die Zentrifugalkraft an einer vier Meter hohen, sich schnell drehenden Trommel, während sich unter ihnen langsam der Boden öffnet . . .
Was kostet der Spaß? Die Preise bleiben im Großen und Ganzen unverändert. Pro Fahrt auf Geschäften wie Musik-Express oder Auto-Scooter werden zwei Euro fällig. Aber es gibt auch Mengen-Rabatte. Außerdem bieten die Schausteller den Montag als Familientag an, an dem alle Geschäft und Buden ihre Preise 20 bis 30 Prozent gesenkt haben. Zur Eröffnung am Kirmes-Freitag mit Freibier und dem Blasorchester gibt es eine „Happy Hour“: Dann kosten alle Fahrgeschäfte eine Stunde lang nur die Hälfte.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



