Emmerich: Eklat im Theater
zuletzt aktualisiert: 24.11.2008Emmerich (RPO). Eklat im Stadttheater: Ausgerechnet mitten im Lied „Wenn ich in Stimmung bin“ unterbrach Götz Alsmann am Freitag das Programm, um dem Publikum seine Unzufriedenheit mit dem Tasteninstrument des Stadttheaters mitzuteilen. „Dieses Stück sieht aus wie ein Flügel, ist aber ein Haufen Scheiße“, so Alsmann wörtlich über die seiner Ansicht nach schlechte Dämpfung des Pianos, das „eine Zumutung“ sei. „Das ist etwa so, als würde man Michael Schumacher mit einem Goggomobil auf den Nürburgring schicken“, so der mehrfache Träger des renommierten Jazz-Award. Normalerweise müsse man jetzt das Konzert abbrechen. Unter eher zögerlichem Applaus der verunsicherten Zuhörer spielte Alsmann dann aber doch weiter und nahm das Problem mit dem Flügel recht locker. Zum Ende klopfte er dem von ihm gespielten Instrument sogar fast kumpelhaft aufs Holz: „Hat schon so viel erlebt, der Flügel: Beethoven, Brahms – er hat sie alle noch persönlich gekannt“, scherzte Alsmann.
Ludger Heyming reagierte gestern in einem Schreiben an die RP auf Alsmanns Kritik. Vor dem Konzert sei der Flügel noch gestimmt worden. Am Ende der Proben habe Alsmann erklärt, dass mit dem Instrument alles in Ordnung und ein Nachstimmen nicht notwendig sei. „Darum waren die Äußerungen von Herrn Alsmann für uns überraschend und unverständlich“, so Heyming. Seite B 2
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